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Philharmonie Essen

Sängertriumph im Sinfoniekonzert

ESSEN Einen recht ungewöhnlichen Saisonauftakt wählte "Pro Arte" am Montag für seine sinfonische Konzertreihe in der Philharmonie Essen, stellte das Konzert doch mit Mendelssohns "Lobgesang"-Sinfonie ein unbekannteres Werk in den Mittelpunkt - und lenkte damit auch noch das besondere Augenmerk vom renommierten London Symphony Orchestra weg auf den exquisiten englischen Monteverdi Choir.

Sängertriumph im Sinfoniekonzert

Sir Eliot Gardiner, hier auf einem Archivbild.

http://www.philharmonie-essen.deDabei fing alles noch recht konventionell mit Beethovens dritter "Leonore"-Ouvertüre an. Feierten die nachfolgenden Werke den Sieg der Bewegung über die Ruhe oder des Lichts über die Finsternis, so setzte der temperamentvolle Dirigent John Eliot Gardiner schon hier auf einen vergleichbaren Kontrast, indem er die Musik zunächst breit strömen ließ und dann durch rasantes Tempo (atemberaubend virtuoses Flötensolo!) befeuerte.

"Lobgesang"

Mit "Meeres Stille und Glückliche Fahrt" - nicht Mendelssohns beliebte Ouvertüre, sondern Beethovens völlig unbekannte Chorkantate - brach danach die große Stunde des orchesterbegleiteten Gesangs an. Der gut vierzigköpfige Monteverdi Choir gestaltete diese reizvolle Vertonung der beiden Goethe-Gedichte im eindrucksvollen Gegensatz von zartestem Pianissimo und volltönendem Klang, und dies bei perfekter Aussprache der deutschen Worte.

Im "Lobgesang" von Mendelssohn, der als seine zweite Sinfonie gezählt wird, zugleich aber ein großes geistliches Werk ist, wurde der einst von Gardiner gegründete Chor erneut zum Ereignis: beseelt und eindringlich im Choral, stimmgewaltig jubilierend im Gotteslob.

Barocke Strenge und duftige Romantik

Das Gespür für den feierlichen, zwischen barocker Strenge und duftiger Romantik changierenden Mendelssohn-Ton teilten die Choristen mit den beiden glänzenden Sopranistinnen Lucy Crowe und Jurgita Adamonyte, dem jungen lyrischen Tenor Patrick Grahl aus der Mendelssohn-Stadt Leipzig und auch mit dem London Symphony Orchestra.

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