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Neuer Zyklus der Kammerphilharmonie

Schumann im Bremer Porsche-Tempo

Als Porsche unter den Orchestern ist die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen bekannt. Für die rasant schnelle Gesamtaufnahme der neun Beethoven-Sinfonien wurde das 1980 gegründete Orchester mit Preisen überschüttet und damit zu den Welt-Festivals eingeladen. Ähnlich spektakulär ist der Schumann-Zyklus unter Leitung von Paavo Järvi; gerade ist die Aufnahme der zweiten Sinfonie, gekoppelt mit vier Ouvertüren, erschienen.

Schumann im Bremer Porsche-Tempo

Paavo Järvi komplettiert die CD mit selten gespielten Aufnahmen.

Auch diese Einspielung der 1846 uraufgeführte Sinfonie lebt von den schnellen Tempi, die trotzdem nicht überdreht wirken. Der erste Satz hat auch eine akzentbeladene, Beethovensche Wucht und ist ungemein differenziert musiziert.Expressiver Adagio Wuselig, mitreißend und trotzdem sehr filigran und kammermusikalisch klingt das Scherzo. Eine Holzbläser-Idylle breitet die Kammerphilharmonie im expressiven Adagio vor dem hymnischen Finale aus.Engagiert und spielfreudig

Man hört, wie engagiert und spielfreudig dieses Orchester ans Werk geht. Die Kammerphilharmonie ist als Unternehmen organisiert, in dem alle Musiker selbst auch Gesellschafter sind.Erstklassige Arbeit Auch das scheint motivierend für erstklassige Arbeit zu sein.

Schumanns "Manfred" und die Ouvertüre zur einzigen Oper des Rheinländers, "Genoveva", sind wie die Sinfonie zwei sinfonische Standardwerke, die hier besonders frisch und mitreißend klingen.Selten gespielte Werke Mit der Ouvertüre zu "Hermann und Dorothea" (mit Anklängen der Marseillaise) und der "Braut von Messina" hat Paavo Järvi die CD mit zwei relativ selten gespielten Werke komplettiert. Auch dieser Zyklus ist eine erstklassige Empfehlung für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und einen Echo-Klassik-Preis.

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