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Kinofest Lünen

Tokio-Hotel-Fans kreischen noch, sind aber älter

LÜNEN Beim Kinofest Lünen läuft eine Doku über die Band Tokio Hotel. Die Brüder Bill und Tom sind mit 28 Jahren schon Millionäre.

Tokio-Hotel-Fans kreischen noch, sind aber älter

Bill und Tom von Tokio Hotel haben sich verändert. Foto: Festival

Was machen eigentlich Tokio Hotel? Fans wissen, dass sie Konzerte spielen und Alben herausbringen und die Kaulitz-Zwillinge in Los Angeles leben. Mehr erfahren Fans und Nicht-Fans in einer Doku, die am Freitag um 18.45 Uhr beim Lüner Kinofest läuft.

„Tokio Hotel – Hinter die Welt“ begleitet die Band zu Auftritten in Mexiko-Stadt und Nowosibirsk, folgt den Brüdern in die kalifornische Halbwüste, trifft Trommler Gustav und Bassist Georg in Magdeburg, die immer noch leben, wo alles anfing.

Regisseur Oliver Schwabe kommt dem Quartett so nahe, wie die Jungs es zulassen. Bill und Tom scheinen nach wie vor ihre Popularität zu genießen, geben aber nur soviel preis, dass sie ein Restgeheimnis wahren. Ihr Verhältnis sei symbiotisch. Ja, sie schmissen gern mit Geld um sich. Dann reden sie über Kreativität und Business und die Freiheit in L.A., wo sie sich ihr Leben zurückgeholt hätten. Man merkt, Image ist ihnen wichtig. Wir sehen zwei Millionäre, heute 28, deren androgyner Look einst globale Teen-Hysterie auslöste. Tom trägt Blingbling und sieht aus wie eine spillerige Version von Depeche Modes Dave Gahan.

Krimi konkurriert um Lüdia

Die Musik ist elektronischer geworden, die Mädels kreischen noch, sind aber auch älter. Der Film erzählt vom Rockzirkus, von Jetsettern, die sich gut darin eingerichtet haben, von zwei Paradiesvögeln und zwei Bodenständigen. Interessant wohl eher für beinharte Fans, aber jederzeit unterhaltsam.

Im Feld von zehn Filmen konkurriert auch Johannes F. Sieverts „Rewind“ um die Lüdia: ein Mystery-Krimi, der in Köln spielt (Samstag, 16.15 Uhr). Große Chancen auf einen Preis hat er nicht. Er beginnt wie ein „Tatort“ mit Serienmörder, porträtiert seinen Kommissar (Alex Brendemühl), erzählt mächtig in die Breite, bevor sich ein Plot abzeichnet. Ein Mord, zwei, drei, vier.

Polizeiarbeit steht neben Physiker-Kauderwelsch. Offenbar hat jemand das große Rätsel Zeitreise geknackt. In Thrillern kommt das nie so recht, vor lauter Längen und Personal geht der Story die Puste aus. Überambitioniert und ziemlich verquast.

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