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Bayern-Präsident Hoeneß nennt Heynckes „Glückszustand“

München. Der FC Bayern bleibt der sportlich und wirtschaftlich erfolgreichste Fußballverein in Deutschland. Der Bundesliga-Krösus macht bei fast 650 Millionen Euro Umsatz knapp 40 Millionen Gewinn. Präsident Hoeneß benennt „die Nacht von Paris“ als Weckruf für den Rekordmeister.

Bayern-Präsident Hoeneß nennt Heynckes „Glückszustand“

Uli Hoeneß sieht den FC Bayern München wieder auf Kurs. Foto: Matthias Balk

Als Fußball-Weltmeister Manuel Neuer in Begleitung des ebenfalls noch verletzten Franck Ribéry an Krücken in den Audi Dome humpelt, brandet Beifall auf.

Uli Hoeneß muss für die leicht verspäteten Starkicker seine Begrüßung auf der von Rekordzahlen und einem Schulterschluss der Bosse geprägten Jahreshauptversammlung des FC Bayern kurz unterbrechen. Aber das macht der Vereinspräsident gerne, denn Hoeneß rühmt das Duo als echte Bayern: „Das sind zwei Vertreter, die im Laufe der Jahre in diese Familie hineingewachsen sind. Sie haben das Mia-san-mia verinnerlicht.“

In seiner Rede ein Jahr nach seiner Rückkehr ins Präsidentenamt preist der 65 Jahre alte Vereinspatron dann aber vor allem einen Mann: Jupp Heynckes, den zurückgekehrten Triple-Trainer von 2013. Den Wechsel von Carlo Ancelotti zu seinem langjährigen Freund Heynckes nennt Hoeneß einen absoluten Glücksfall.

„Es war die Nacht von Paris, die diesen Verein hat aufwachen lassen“, sagte Hoeneß zu den sportlichen Konsequenzen, die der Verein aus dem 0:3 in der Champions League gegen Paris St. Germain gezogen habe. „Es ist ein Glückszustand, dass es gelungen ist, Jupp Heynckes zu verpflichten.“ Seitdem eile der Rekordmeister von Sieg zu Sieg.

Die Nacht von Paris habe auch dazu geführt, dass er persönlich mit dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge in der Führung des Vereins wieder zusammengefunden habe. „Wir arbeiten wieder ganz eng zusammen“, sagte der 65-jährige Hoeneß. Gemeinsam mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der von den 1459 anwesenden Mitgliedern viel Applaus erhielt, werde er Rummenigge in Zukunft total unterstützen, gerade auch nach außen. „Es schießt eine Kanone, die heißt Karl-Heinz Rummenigge. Und Hasan und ich stehen dahinter und reichen ihm die Kugel“, sagte Hoeneß kämpferisch. Rummenigge dankte in seiner Rede Hoeneß dafür, „dass wir die tiefe Freundschaft erneuert haben“.

Hoeneß und Rummenigge sehen harte Kämpfe im internationalen Fußball auf den deutschen Topclub zukommen. „Du spielst nicht nur gegen Vereine, sondern ganze Staaten: Katar, Abu Dhabi, ein russischer Oligarch und amerikanische Hedgefonds“, sagte Hoeneß mit Blick auf die Finanzkraft von Vereinen wie Paris St. Germain oder Manchester City. Rummenigge forderte mehr Finanzkontrolle durch die UEFA.

Der FC Bayern kann nach wirtschaftlichen Rekordzahlen aber auch selbst in Zukunft weiterhin viel Geld in Topfußballer investieren. Der Bundesliga-Krösus setzte im Geschäftsjahr 2016/17 nie zuvor erreichte 640,5 Millionen Euro um. Der Gewinn nach Steuern betrug 39,2 Millionen Euro, ebenfalls eine weitere Bestmarke nach 33 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2015/16. „Unsere wirtschaftlichen Anstrengungen dienen vornehmlich nur einem Ziel: der Maximierung des sportlichen Erfolgs“, erklärte Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen.

Die FC Bayern München AG schüttet eine Rekorddividende von 16,5 Millionen Euro an die Aktionäre aus. Der größte Anteil geht mit 12,375 Millionen an den FC Bayern e.V.. Der Verein hält 75 Prozent der AG-Anteile. Die weiteren 25 Prozent verteilen sich auf zu gleichen Teilen auf die Partner Allianz, Audi und Adidas.

Rummenigge berichtete, dass der an Juventus Turin ausgeliehene Brasilianer Douglas Costa im kommenden Jahr fix für eine Gesamtsumme von 46 Millionen Euro zum italienischen Meister wechseln werde. Die Bayern-Profis werden 2018 wieder auf PR-Tour gehen, diesmal in die USA. Wegen der WM im kommenden Sommer werde der Trip aber kürzer ausfallen. Nur zwei Spiele würden in Amerika bestritten.

Wahlen standen auf der Versammlung nicht auf dem Programm. Vor einem Jahr war Hoeneß nach seiner Haftstrafe wieder zum Präsidenten des deutschen Fußball-Rekordmeisters gewählt worden.

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