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Zwei Männer ausfindig gemacht

Ein Streit hat die Massenpanik in London verursacht

London Eigentlich bringt die Briten so schnell nichts aus der Ruhe. Nach mehreren Terrorattacken auf der Insel hat aber offenkundig schon ein Wortgefecht ausgereicht, um in London eine Massenpanik auszulösen.

Ein Streit hat die Massenpanik in London verursacht

An einer U-Bahnstation in der Londoner Innenstadt hat es am 24. November panische Szenen aus Furcht vor einem Anschlag gegeben. Foto: dpa

Ein Streit zwischen zwei Männern war nach bisherigen Ermittlungen der Auslöser für die Massenpanik rund um die Londoner U-Bahnstation Oxford Circus am Freitag. Die Polizei suchte nach dem Vorfall mit Videobildern nach Betroffenen vom Bahnsteig.

Am Samstag meldeten sich freiwillig zwei Männer im Alter von 21 und 40 Jahren und wurden vernommen, wie die britische Transportpolizei auf Twitter mitteilte. Sie gab jedoch bis zum Sonntagnachmittag keine Auskunft, ob es sich um die beiden Gesuchten oder um Zeugen handelt.

Gerüchte über Schüsse, Bomben und Bandenkrieg

Mitten im Feierabendverkehr hatte es am Freitagnachmittag Berichte über Schüsse in dem Gebiet um die U-Bahnstationen Oxford Circus und Bond Street sowie die nahen Einkaufsmeilen gegeben. Auch Gerüchte über einen Bombenanschlag und einen heftigen Streit zwischen Banden machten schnell die Runde, teils auch in sozialen Netzwerken.

London Auf einer vollen Einkaufsmeile in London brachen Menschen am Freitagnachmittag plötzlich in Panik aus und flüchteten. Zunächst hieß es, Schüsse seien gefallen. Am Abend steht fest: Es gab keine Schüsse, es war kein Terroranschlag.mehr...

„Niemand hat wirklich etwas gesehen, aber alle sind gerannt, haben Taschen weggeschmissen, geweint, geschrien“, sagte ein Mitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur, der sich während des Vorfalls in einem der umliegenden Restaurants versteckt hatte. Bei ihrer Flucht verletzten sich 16 Menschen, fast alle nur leicht. Neun von ihnen wurden nach Angaben von Rettungskräften in Krankenhäusern behandelt.

Die Menschenmassen in dem belebten Areal hätten zu der Panik erheblich beigetragen, zitierte der britische Fernsehsender Sky News den Psychologen Glenn Wilson. Zudem hätten auch die sozialen Medien eine verstärkende Wirkung gehabt, wie der Wissenschaftler erklärte. So nutzten Menschen etwa Twitter in solchen Situationen auch, um Freunde zu beeindrucken und zugleich ihre eigene Angst zu verringern.

Die Nerven in Großbritannien liegen blank

In Großbritannien liegen die Nerven schon seit längerem blank. Das Land wurde dieses Jahr bereits fünf Mal zum Ziel von Terrorattacken mit insgesamt 36 Todesopfern. Vier Anschläge ereigneten sich in London, einer kurz nach einem Popkonzert in Manchester. Unfälle, bei denen Autos mehrere Fußgänger verletzten, weckten kürzlich sofort Erinnerungen an Anschläge. Bei drei Terrorangriffen in diesem Jahr in London hatten die Täter mit Fahrzeugen Jagd auf Passanten gemacht.

Beim jüngsten Vorfall wurden beide U-Bahn-Stationen evakuiert. Die Polizei behandelte den Vorfall ähnlich wie einen Terroranschlag. Am frühen Abend gab es dann Entwarnung. Londons Bürgermeister Sadiq Khan dankte den Einsatzkräften für ihre schnelle Reaktion: „Im Zweifel ist es immer besser, auf Nummer sicher zu gehen.“

dpa

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