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FCA-Boss wettert gegen RB Leipzig: „Darf keine Lizenz haben“

Augsburg. Der Rundumschlag von Augsburgs Clubchef Hofmann in Richtung RB Leipzig und DFL blieb nicht lange ohne Wirkung. Die Leipziger reagierten mit Unverständnis und warfen dem FCA-Boss fehlendes Fachwissen vor.

FCA-Boss wettert gegen RB Leipzig: „Darf keine Lizenz haben“

Der Augsburger Club-Präsident Klaus Hofmann wettert gegen RB Leipzig. Foto: Stefan Puchner

Clubpräsident Klaus Hofmann vom FC Augsburg hat RB Leipzig mit scharfen Worten angegriffen und die Rechtmäßigkeit der Lizenz der Sachsen in der Fußball-Bundesliga angezweifelt.

Auf der Jahreshauptversammlung des FCA sagte Hofmann am Montagabend: „Das Konstrukt Leipzig darf keine Lizenz haben.“ Der Unternehmer glaube, „dass Leipzig die faktischen Voraussetzungen und die Anforderungen eines Vereins im Rahmen der Spielordnung des DFB nicht erfüllt“.

Hofmann führte aus, dass RB nur 17 Mitglieder habe und keine weiteren aufnehme. Er meinte, dass dies den Anforderungen des Deutschen Fußball-Bundes widerspreche. Man müsse zwar anerkennen, dass Leipzig tollen Fußball spiele und andere Vereine Geld schlechter einsetzten. „Regeln sind für alle gleich und nicht für einen gleicher.“

Der deutsche Vizemeister reagierte mit Unverständnis und warf Augsburgs Hofmann vor, die Abläufe im Lizenzierungsverfahren nicht zu kennen. Denn seine Aussagen seien schon vom Ansatz völlig falsch. Wie bei den Schwaben die FC Augsburg 1907 GmbH & Co. KG der Lizenznehmer der DFL ist, haben auch die Leipziger mit der RasenBallsport Leipzig GmbH eine Kapitalgesellschaft. Daher habe der Verein und seine Mitglieder nichts damit zu tun.

„Wir nehmen die Bewertung des Lizenzierungsverfahrens der DFL von Herrn Hofmann amüsiert zur Kenntnis – vielleicht kommen ihm diese Einfälle nachts auf Augsburger Parkbänken (lacht), die Aussagen sprechen für sich und ihn“, sagte ein RB-Sprecher am Montag. Hofmann hatte seinen Mitgliedern zuvor öffentlich erzählt, dass er nach den Klassenerhalt am nächsten Morgen auf einer Parkbank in Augsburg entdeckt wurde und sich sich an nichts mehr erinnern konnte.

Der FCA-Clubboss hatte sich schon in der Vergangenheit mit Leipzig angelegt und nach dem 1:0 zuletzt öffentlich gegen RB-Manager Oliver Mintzlaff geschimpft. „Ich bin mir sicher, dass Herr Mintzlaff jetzt wieder seine Kommunikationsabteilung auf mich hetzt. Aber wissen Sie: Ich mag ihn auch nicht“, sagte er und kündigte an: „In Augsburg wird es auch künftig keine Begrüßung per Handschlag für ihn geben.“

Neben Leipzig kritisierte Hofmann auch die Deutsche Fußball Liga, die unter anderem zugelassen habe, dass Darlehen von Geldgebern bei Vereinen zweckentfremdet würden. Als Beispiele nannte er Hannover und Kaiserslautern, die ihre Lizenzen verlieren hätten müssen.

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