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Felicitas Woll: Mal Drama, mal Krimi, mal Komödie

Hamburg/Berlin. Der TV-Thriller „Das Nebelhaus“ (Sat.1) erzählt von ein paar Freunden, die auf einer Insel feiern, und von denen einige nicht lebend davonkommen. In Felicitas Wolls Filmleben geht es bunt zu.

Felicitas Woll: Mal Drama, mal Krimi, mal Komödie

Felicitas Woll springt zwischen den Genres hin und her. Foto: Patrick Seeger

Felicitas Woll (37) ist vielen Zuschauern durch verschieden Rollen bekannt geworden - zuletzt war sie als besorgte Mutter in dem Drama „Nackt. Das Netz vergisst nie“ (Sat.1) zu sehen.

Jetzt spielt sie die Hauptrolle in dem Thriller „Das Nebelhaus“ an diesem Dienstag auf Sat.1. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur spricht sie über ihre Filmrolle, über ihre eigene Schulzeit und über die Themen Journalismus und Mobbing.

Frage: Hoffentlich hatten Sie eine entspanntere Schulzeit als Doro im Film. Was ist davon bei Ihnen hängengeblieben?

Antwort: Ich war kein Mädchen, das wie Doro physisch und psychisch gemobbt hat. Klar hat man auch gestritten, aber solche Formen kannte ich nicht.

Frage: Sie spielen eine ziemlich mutige Journalistin. Was macht für Sie guten Journalismus aus - gerade in Zeiten von „Fake News“?

Antwort: Doro handelt so gewissenhaft und mutig, weil sie selbst involviert ist oder sich zumindest mitschuldig fühlt. Das treibt sie an. Für mich ist guter Journalismus, wenn man kritisch ist und doch klar und neutral bleibt. Wenn man kluge und fantasievolle Fragen stellt und weder die Wahrheiten noch die Köpfe versucht zu verdrehen, nur weil es die bessere Schlagzeile ergibt.

Frage: Das Thema Mobbing spielt eine Rolle im Film; über Sexismus wird derzeit eine breite Diskussion geführt. Wurden und werden diese Themen unterschätzt?

Antwort: Diese Themen gibt es schon so lange, und doch ist es immer noch nicht selbstverständlich, sofort laut zu werden. Jetzt kommen Geschichten hoch, die schon seit Jahren brodeln und belasten. Frauen und Männer lassen sich immer wieder vieles gefallen und nehmen es hin, aus Angst oder um daraus zu profitieren. Es sind Machtspiele und man muss sich ganz klar immer selbst fragen, ob man sich so etwas gefallen lässt und seinen Job behält oder man es anspricht und sich womöglich etwas Großem aussetzt. Es stellt sich auch die Frage, wo Sexismus anfängt und ab welchem Punkt es kriminell wird. Das ist ein bekanntes Thema, über das wir aber bisher nicht sprachen.

Frage: Drama, Thriller, Komödie, Serie - was für Filmprojekte stehen demnächst bei Ihnen an?

Antwort: Ich freue mich wahnsinnig darauf, wieder eine Komödie zu spielen. Wenn sich das Drama mit der Komödie abwechselt, ist es wie im Leben. Dann bin ich am glücklichsten. Hoffentlich wird ein lang geplantes Projekt nächstes Jahr endlich realisiert, dann können wir eine tolle, abgedrehte Komödie drehen. Es bleibt spannend bei mir, mit guten Filmen. Ich bin allerdings niemand, der sich Filme nach Genres aussucht, sondern schaue mir eher die Geschichte an. Zurzeit arbeite ich an einem Projekt, zu dem ich aber noch nichts verraten darf.

ZUR PERSON: Felicitas Woll wurde am 20. Januar 1980 in Homberg geboren. Sie wurde durch Serien wie „Die Camper“ (1999, RTL) und „Berlin, Berlin“ (2002, ARD) bekannt - in der Rolle der Lolle. Seitdem hat sie in vielen TV-Filmen mitgewirkt, darunter „Dresden“ (2006, ZDF-Zweiteiler), „Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen“ (2008, Sat.1) und „Carl & Bertha“ (2011, Das Erste) als Bertha Benz. Im Januar ist sie - neben Tim Bergmann - in der achten Ausgabe von „Ein Taunuskrimi“ (ZDF) als Kommissarin zu sehen. Felicitas Woll lebt auf einem Bauernhof in der Nähe von Kassel.

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