Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Glitzernde Schau - Eiswelt in Dresden eröffnet

Dresden. Eiszeit in Dresden: Wer in den kommenden Wochen die neue Ausstellung auf dem Areal der „Zeitenströmung“ besucht, muss sich warm anziehen. Die Exponate erfordern zum Überdauern Minusgrade.

Glitzernde Schau - Eiswelt in Dresden eröffnet

Auf der Ausstellung „Eiswelt Dresden“ bekommen Besucher auch diese beiden Eisskulpturen aus dem Märchen „Nussknacker und Mausekönig“ zu sehen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

„Schnee lässt sich reparieren, Eis nicht“, sagt der niederländische Architekt und Bildhauer Martin de Zoete. Wenn bei Eis etwas schiefgehe, müsse man von vorn anfangen: „Ein zu kurzer Arm lässt sich nicht verlängern, bei einer Schneefigur geht das schon.“

Seit Ende Oktober hat de Zoete den Aufbau der Dresdner Eiswelt als Künstlerischer Leiter begleitet. Nun sind in einer Halle auf einem früheren Industriegelände rund 100 Figuren aus Schnee und Eis zu sehen. Das größte Exponat ist 6,50 Meter hoch und ist sogar begehbar - ein Modell der Dresdner Frauenkirche.

Auf der ganzen Welt gebe es nur eine kleine Anzahl von Künstlern, die in Höhen von bis zu neun Metern und auf hohem Niveau Schnee- und Eisskulpturen schnitzen können, sagt de Zoete. Die Ausstellung in Dresden nimmt für sich in Anspruch, eine der größten überdachten Spektakel dieser Art zu sein. Ein Team von 40 Leuten hat vier Wochen daran gearbeitet. Eiswelt-Geschäftsführer Thomas van den Dungen erzählt, dass Russen und Ukrainer Seite an Seite arbeiteten und jede Menge Spaß hatten: „Es wäre schön, wenn die ganze Welt so sein könnte wie bei uns.“ Künstler aus elf Ländern sind in Dresden vereint.

Sie haben nicht nur einheimische Sehenwürdigkeiten wie das Blaue Wunder oder den Fürstenzug gestaltet, sondern auch weihnachtliche Figuren wie den Grinch, Nussknacker und Mäusekönig oder die Eiskönigin. Hinzu kommen Wintersportler diverser Disziplinen. An einer Stelle wird es mit ein bisschen Fantasie sogar innenpolitisch: Ein Zweierbob, der gerade eine Steilkurve durchfährt, trägt die Aufschrift Jamaika. Zu einer Vierer-Crew hat es bekanntlich auch im richtigen Leben nicht gereicht. Van den Dungen lobt die Liebe der Künstler zum Detail. Man könne immer wieder Neuentdeckungen machen.

400 Tonnen Eis und Schnee haben die Schöpfer bearbeitet - mit Meißel, Kettensäge und Bügeleisen. Damit die Exponate möglichst lange „frisch“ bleiben, wird die Raumtemperatur in der eigens für die Schau errichteten Halle auf minus acht Grad Celsius gekühlt. Die Stromkosten dürfen am Gesamtetat von 1,2 Millionen Euro aber nur einen geringen Anteil haben. Der Geschäftsführer verweist darauf, dass man ein sehr modernes Kühlsystem mit geringem Energieverbrauch verwendet. Damit das Publikum nicht auskühlt, kann es sich immer wieder im Foyer aufwärmen und dann erneut in die Eiswelt eintauchen.

Wie lange die Exponate nach Ende der Schau am 25. Februar noch in Form bleiben, wird auch vom Wetter abhängen. „Vielleicht machen wir eine riesige Portion Crash-Eis“, sagt de Zoete. Im Grunde müsse man nur die Kühlung abschalten und alles seinen Lauf lassen. Vielleicht wird die eine oder andere Figur auch an einem öffentlichen Platz in Dresden unter freiem Himmel das Zeitliche segnen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bangkok. Vor ein paar Monaten drohte Bangkoks Straßenküche noch das Aus. Jetzt hat sie ihren ersten Stern. Jay Fai, die prämierte Köchin, ist eine Institution. Am Herd steht sie mit Gummistiefeln, Lippenstift - und Skibrille.mehr...

Hamburg. Anschläge, Gewalt, Unruhen und hohe Kriminalität schrecken Touristen ab. Die Deutschen fühlen sich mehrheitlich nur noch in wenigen Ländern als Urlauber wohl und sicher.mehr...

Berlin. Nachfrageboom nach Urlaub in Griechenland und Erholung Ägyptens: Insgesamt fällt die Bilanz für das vergangene Reisejahr positiv aus. Der Start in die neue Saison weckt Hoffnungen.mehr...

München. Das Risiko, in eine Schneelawine zu geraten, ist für Freerider besonders groß. Wer sich das Abenteuer nicht nehmen lassen möchte, sollte zumindest ausreichende Schutzvorkehrungen treffen. Der Deutsche Alpenverein gibt Tipps.mehr...

München. Dank guter Wetterbedingungen sind immer mehr Skigebiete bereit für die Saison. Nicht nur in den Alpen, sondern such in den deutschen Mittelgebirgen werden Wintersportler erwartet.mehr...

Düsseldorf. Im Low-Cost-Bereich ist das eine Neuerung: Eurowings führt für einige Langstreckenflüge Business-Klasse-Tickets ein. Diese ermöglichen unter anderem mehr Beinfreiheit - aber nicht nur.mehr...