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Hildebrand bei Eiseskälte 13. in Östersund

Östersund. Das erste Einzelrennen der neuen Biathlon-Saison endet ohne einen Podestplatz für die deutschen Skijägerinnen. Während Superstar Laura Dahlmeier zu Hause auf der Couch die Daumen drückt, wird Franziska Hildebrand 13. Es siegt eine Weißrussin.

Hildebrand bei Eiseskälte 13. in Östersund

Mit Rang dreizehn holte Franziska Hildebrand das beste Ergebnis für die deutschen Biathletinnen. Foto: Martin Schutt

Bei Eiseskälte erfüllte Franziska Hildebrand immerhin noch die halbe Olympia-Norm, doch mehr als Platz 13 war bei Temperaturen von minus zwölf Grad in Östersund einfach nicht drin.

„Da kämpft jeder mit kalten Händen, so ging es auch mir. Dadurch wird das Schießen umso schwieriger“, sagte die Biathletin nach dem frostigen ersten Einzelrennen des Winters: „Insgesamt ist es einigermaßen gelungen heute.“ Ohne die erkrankte Vorzeigeläuferin Laura Dahlmeier verpassten die deutschen Skijägerinnen zum Weltcup-Auftakt im Klassiker über 15 km allerdings erstmals seit 2009 die Top 10.

Die arktischen Bedingungen in Mittelschweden trugen ihren Teil dazu bei. „Wenn ich kein Gefühl im Finger habe, muss ich mich immer ein bisschen vom Schuss überraschen lassen“, sagte die 30-jährige Hildebrand. Einen Fehler leistete sich die zweimalige Staffel-Weltmeisterin bei 20 Schüssen und landete im Ziel als beste Deutsche 1:46,7 Minuten hinter Siegerin Nadjeschda Skardino aus Weißrussland. Diese war ebenso wie die Norwegerin Synnøve Solemdal und Julia Dzhyma aus der Ukraine auf den Rängen zwei und drei fehlerfrei geblieben.

Obwohl gute Bedingungen im sonst auch mal windanfälligen Östersunder Skistadion herrschten, verfehlten die Schützlinge von Hönig zu viele Scheiben. Und außer der Laufbesten, Denise Herrmann, die nach vier Strafminuten 23. wurde, waren die Laufzeiten auch noch nicht konkurrenzfähig. Ausgerichtet ist der Formaufbau aber ohnehin auf die Olympischen Spiele im Februar.

„Die Kälte war für mich am problematischsten. Man braucht da etwas länger, weil die Abläufe nicht so schnell sind“, sagte Hildebrand. Sie hatte mit großen Schwierigkeiten in der Saisonvorbereitung zu kämpfen. Die zweimalige Weltcupsiegerin hatte sich bei einem Trainingsunfall im Sommer die Außenbänder im rechten Knöchel überdehnt und das Syndesmoseband angerissen. Sie konnte nur eingeschränkt trainieren.

Wie auch Karolin Horchler, die im Sommer von einem LKW angefahren wurde und sich die Schulter brach. Trotzdem schaffte es die durch das Fehlen von Dahlmeier ins A-Team aufgerückte Horchler mit nur einer Strafminute auf Platz 19. Die frühere Langläuferin Herrmann hatte sich in ihrem erst zweiten Biathlon-Winter den Weltcupstart durch ihren Sprint-Sieg im zweitklassigen IBU-Cup erkämpft. Im Sprint am Freitag hat sie bei nur zwei Schießeinlagen auch bessere Chancen als beim Klassiker mit 20 Schuss.

„Ich konnte fokussiert mein eigenes Rennen laufen und habe auch am Schießstand versucht, mein Ding zu machen“, bilanzierte die 28-Jährige trotzdem. Beim ersten Stehendschießen hatte sie nicht sauber repetiert, war so aus dem Rhythmus gekommen.

Franziska Preuß schaffte es in ihrem ersten Einzelrennen seit dem 15. Januar nach zwei Strafminuten auf Platz 30. Die 23-Jährige hatte erkrankt in der Vorsaison vier Weltcups und die WM verpasst. „Es war solide, läuferisch ist es ziemlich schwer gegangen“, sagte Preuß. Maren Hammerschmidt (3) wurde 35., Vanessa Hinz (3) nur 46.

Die siebenmalige Weltmeisterin Dahlmeier, die ihre Erkältung zu Hause in Garmisch-Partenkirchen auskuriert, will beim zweiten Weltcup in der kommenden Woche in Hochfilzen in die Saison einsteigen. Sie hatte das Auftaktrennen im vergangenen Winter gewonnen und sich so auf Anhieb das Gelbe Trikot der Weltcup-Gesamtführenden gesichert.

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