Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

IOC sperrt fünf Russen wegen Dopings

Lausanne. Weitere fünf Russen sind vom IOC lebenslang für Olympische Spiele gesperrt worden - nun bereits 19 Athleten in fünf Sportarten. Mit harscher Kritik reagiert der russische Bobverband des suspendierten Präsidenten Alexander Subkow.

IOC sperrt fünf Russen wegen Dopings

Dopingproben von Alexander Legkow sollen laut IOC-Begründung manipuliert worden sein. Foto: Hendrik Schmidt

Das Internationale Olympische Komitee hat die Viererbob-Olympiasieger Alexej Negodajlo und Dmitri Trunenkow sowie drei weitere russische Wintersportler wegen Dopings lebenslang für alle olympischen Wettbewerbe gesperrt.

Zugleich lieferte das IOC am Montagabend die erste ausführliche Urteilsbegründung im Fall des lebenslang gesperrten Skilanglauf-Olympiasiegers Alexander Legkow.

Das IOC sah es demnach als erwiesen an, dass zwei Dopingproben Legkows manipuliert wurden. „Der Nachweis, dass seine Proben wirkungsvoll manipuliert wurden, stellt einen objektiven direkten Beweis dar, dass der Athlet in das System verwickelt war“, heißt es in der 46 Seiten umfassenden Begründung unter anderem.

Neben den Bob-Piloten suspendierte das IOC die Biathletinnen Olga Wiluchina, zweimalige Olympia-Zweite in Sotschi 2014, und ihre Teamkollegin Jana Romanowa, die mit der Staffel ebenfalls Silber gewonnen hatte. Beide haben ihre aktive Karriere inzwischen beendet. Auch Skeletonfahrer Sergej Tschudinow, Fünfter in Sotschi, wurde lebenslang gesperrt.

In der vorigen Woche war auch der zweimalige Bob-Olympiasieger Alexander Subkow, zugleich Präsident des russischen Bobverbandes, auf Lebenszeit von Olympischen Spielen ausgeschlossen worden.

Der russische Bob-Verband hat die neuen Sanktionen noch am Abend scharf kritisiert. „Wir können nur wiederholen, dass wir das für die Höhe der Ungerechtigkeit halten“, teilte der Verband am Montagabend auf seiner Webseite mit. „Alles ist nach dem schon bekannten Muster abgelaufen.“ Trunenkow verurteilte den Schritt des IOC als politisch motiviert. „Russland soll der große Sieg genommen werden, den es bei den Spielen in Sotschi errungen hat“, sagte er der Agentur Tass.

Damit hat das IOC bereits für 19 russische Athleten in fünf Sportarten (Bob, Skeleton, Skilanglauf, Eisschnelllauf und Biathlon) lebenslange Sperren verhängt und deren Resultate von den Winterspielen 2014 annulliert. Das IOC begründete die Sanktionen mit „forensischen und analytischen Dopinguntersuchungen“ der Kommission unter dem Vorsitz des Schweizers Denis Oswald. Dessen Kommission hat insgesamt 28 Fälle untersucht.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Berlin/Aargau. Der Schweizer IOC-Ermittler Samuel Schmid hat von Hackerangriffen und Bespitzelungsversuchen während der Untersuchungen im russischen Dopingskandal berichtet.mehr...

Zürich. Der Weltverband FIFA will die Doping-Vorwürfe gegen den russischen Fußball weiter untersuchen und bei „genügenden Beweisen“ entsprechende Sanktionen verhängen. Dies geht aus einem veröffentlichten Zeitplan der FIFA hervor, anhand dessen die Anschuldigungen im McLaren-Report verfolgt werden.mehr...

Moskau. Im russischen Doping-Skandal hat sich der Chef des Nationalen Olympischen Komitees, Alexander Schukow, gegen einen Boykott der Olympischen Winterspiele in Südkorea ausgesprochen.mehr...

Moskau. Russland hält konsequent die Linie des Leugnens. Auch Regierungschef Medwedew weist den Vorwurf des organisierten Dopings zurück. Und der lebenslang für Olympia gesperrte Vizeregierungschef Mutko kann gar nicht verstehen, warum er als Fußball-WM-Macher zurücktreten soll.mehr...

Moskau. Ungeachtet der IOC-Strafen weist Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew den Vorwurf organisierten Dopings zurück. „Wir können und wir werden nicht etwas zugeben, das auf fehlerhaften Schlussfolgerungen beruht“, sagte er in Moskau.mehr...