Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Kaum muslimische Seelsorge in Haft

Düsseldorf. Trotz des stark geschrumpften Angebots an muslimischer Seelsorge in der Haft wird es in Nordrhein-Westfalen keine Abstriche bei Sicherheitsüberprüfungen von Imamen geben. „Wer sich nicht vom Verfassungsschutz durchleuchten lassen will, für den öffnet sich bei uns keine JVA-Tür. Das gilt auch für die Ditib“, sagte Landesjustizminister Peter Biesenbach (CDU) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. „Unser Ziel muss sein, mittelfristig eine religiöse Betreuung und JVA-Seelsorge außerhalb des türkischen Staates zu organisieren.“

Kaum muslimische Seelsorge in Haft

Der nordrhein-westfälische Justizminister, Peter Biesenbach (CDU). Foto: Federico Gambarini/Archiv

Laut Bericht des Ministers für den parlamentarischen Rechtsausschuss ist die Zahl der Imame, die in den insgesamt 41 Justizvollzugs- und Arrestanstalten tätig sind, drastisch auf nur noch 25 gesunken. 2016 waren es noch 114 Imame - davon 97 von der türkisch-islamischen Union Ditib entsandt.

Viele Imame verweigern die 2016 in NRW eingeführte verpflichtende Sicherheitsüberprüfung. Die Landesregierung werde nicht selbst Imame oder islamische Theologen für die muslimische Seelsorge in Justizeinrichtungen einstellen, stellte Biesenbach in seinem Bericht an den Landtag fest. Stattdessen gebe es in den Anstalten Honorarverträge mit einem Stundenlohn von 20 Euro - inklusive Fahrtkosten und Spesen.

Über den Studiengang Islamische Theologe an der Universität Münster soll versucht werden, weitere Interessenten zu gewinnen. Im Landeshaushalt sind 500 000 Euro für Extremismusprävention und seelsorgerische Betreuung bei muslimischen Gefangenen vorgesehen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bonn. Auf dem Weihnachtsmarkt in Rheinbach bei Bonn sind bei der Verpuffung einer Gasflasche zwei Menschen schwer verletzt worden. Der Unfall habe sich am Freitagnachmittag in einem Crêpe-Stand ereignet, teilte die Polizei mit. Eine 50 Jahre alte Frau musste den Angaben zufolge mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein 60-jähriger Mann kam ebenfalls schwer verletzt in die Notaufnahme. Warum es zu der Verpuffung in dem Verkaufsstand kam, war bislang nicht bekannt. Das Amt für Arbeitsschutz ermittelt am Unfallort.mehr...

Mönchengladbach. Mit Schüssen aus einer Gaspistole soll ein Fernfahrer in Mönchengladbach auf den Wunsch eines Kollegen reagiert haben, seine Musik leiser zu stellen. Die 32 und 50 Jahre alten Trucker hatten ihre Lastwagen nebeneinander geparkt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Während der 50-Jährige in seiner Kabine schlafen wollte, war dem 32-Jährigen nach lauter Musik.mehr...

Hamburg. Der Paketdienst Hermes hat angekündigt, seine 400 Subunternehmer stärker zu kontrollieren. Ein bis Herbst 2018 angelegtes Programm prüfe laufend die Aufenthaltsberechtigungen von Mitarbeitern aus dem EU-Ausland, teilte das Hamburger Unternehmen am Freitag mit. Gegen einige Hermes-Servicepartner laufen Ermittlungen. Sie sollen Ausländer eingeschleust, Pässe gefälscht und gegen das Mindestlohngesetz verstoßen haben. Die Zusammenarbeit mit auffällig gewordenen Partnern wurde Hermes zufolge beendet. Der neue Maßnahmenkatalog sehe weiter vor, nur mit Subunternehmen zu arbeiten, die ihren Sitz in Deutschland haben. Weiter sollten jährliche Kontrollen hinsichtlich der Sozialstandards bei den Vertragspartnern verschärft werden. Hermes steht ebenso wie andere Paketdienste wegen der schlechten Bezahlung von Paketfahrern in der Kritik.mehr...

Köln. Der abgeschlagene Tabellenletzte 1. FC Köln muss auch im letzten Hinrundenspiel der Fußball-Bundesliga auf Angreifer Sehrou Guirassy verzichten. Der 21 Jahre alte Franzose, mit vier Treffern erfolgreichster Kölner Liga-Torschütze, steht am Samstag (15.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg wegen seiner Verletzung am Zeh nicht zur Verfügung. Dagegen kann Interimscoach Stefan Ruthenbeck wieder auf Marco Höger zurückgreifen. Der defensive Mittelfeldmann hat seine langwierigen Oberschenkelprobleme auskuriert.mehr...

Münster. Fußball-Drittligist FC Rot-Weiß Erfurt geht vorzeitig in die Winterpause. Das letzte Spiel des Jahres bei Preußen Münster an diesem Samstag fällt aus. Der Rasen im Preußenstadion ist aufgrund der Witterungsbedingungen unbespielbar. Das entschied am Freitag die Platzkommmission, wie Münster mitteilte. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.mehr...

Siegen. Eine Joggerin ist in Siegen von einem Fuchs attackiert und verletzt worden. Die 45-Jährige erlitt Bisswunden an Arm und Bein und kam in ein Krankenhaus, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Demnach griff der Fuchs die Frau und eine weitere Läuferin am Donnerstagabend auf offener Straße in einem Siegener Wohngebiet an. Anschließend verschwand das Tier. Die Polizei verständigte nach dem Vorfall den zuständigen Jagdaufsichtsberechtigten.mehr...