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Kiel in Königsklasse im Aufwind - Löwen verlieren

Flensburg. Die SG Flensburg-Handewitt und die Löwen verpassen überraschend die vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League. Der THW Kiel befindet sich nach dem Derby-Sieg im Aufwind.

Kiel in Königsklasse im Aufwind - Löwen verlieren

Kiels Rune Dahmke (M) wirft gegen Anders Zachariassen (l) und Henrik Toft Hansen aufs Flensburger Tor. Foto: Daniel Reinhardt

So hatten sich die Rhein-Neckar Löwen und die SG Flensburg-Handewitt den Übergang in die spielfreie Zeit der Champions League nicht vorgestellt.

Denn sowohl der deutsche Meister, der beim bis dato sieglosen kroatischen Serienmeister HC Zagreb 26:30 verlor, als auch der norddeutsche Spitzenclub, der im Derby gegen den THW Kiel eine 30:33-Heimpleite kassierte, verpassten am letzten Spieltag vor der Winterpause die vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale. Und auch der Gruppensieg und der damit verbundene direkte Sprung in das Viertelfinale ist in weite Ferne gerückt. Besser dürfte dagegen die Laune bei den Kielern sein, die durch den Coup in der Flens-Arena weiter von einer weiten Reise in der Königsklasse und einem Titel träumen.

Die Löwen sind mit 12:8 Punkten Vierter der Gruppe A. Allerdings könnten sowohl der mazedonische Titelverteidiger Vardar Skopje als auch Rekordsieger FC Barcelona am Wochenende enteilen. Und von hinten macht der ungarische Club Pick Szeged Druck. Der vierte Platz sollte es für das Team von Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen aber in jedem Fall sein, denn diese Platzierung garantiert im Rückspiel des Achtelfinales das Heimrecht. „Es geht nicht, dass wir so auftreten. Das war blutleer“, sagte Kapitän Andy Schmid. Seit Jahren genießt die anstrengende Vorrunde mit 14 Partien nicht den höchsten Stellenwert bei den Nordbadenern. „Im März müssen wir bereit stehen“, so Schmid.

In Gruppe B hätten die Flensburger (14:6 Punkte) zumindest bis zum Wochenende zu Spitzenreiter Paris Saint-Germain aufschließen können. Mit einem zu erwartenden Sieg über Aalborg könnten die Franzosen mit Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer vier Punkte Abstand auf Flensburg bekommen. Für die Mannschaft von SG-Trainer Maik Machulla gilt es jetzt, den zweiten Platz zu verteidigen, denn dann hätte man auch in einem eventuellen Viertelfinale die Möglichkeit, das Rückspiel vor dem eigenen Publikum zu bestreiten.

Kiel stabilisierte mit dem dritten Sieg in Serie und nunmehr 11:9 Zählern den vierten Platz in der Gruppe B. Sollte KS Vive Kielce am Samstag bei Telekom Veszprem gewinnen, hätte der THW sogar noch Rang drei im Visier. „Dieser Sieg ist natürlich eine Erleichterung in einer Phase, in der wir nicht so beständig gespielt haben. Allerdings hat Marko Vujin sich vermutlich eine Zerrung im Oberschenkel zugezogen und wird am Samstag zum ersten Mal überhaupt ein THW-Spiel verpassen“, sagte Trainer Alfred Gislason. Aber auch das passe irgendwie in die Saison.

Kiel spielt am 7. Februar gegen Veszprem. Die Mannheimer setzen die Champions-League-Saison am 11. Februar gegen Szeged fort, Flensburg spielt am gleichen Tag gegen Kielce. Bis es aber soweit ist, stehen noch einige Bundesliga-Spiele und die Europameisterschaft in Kroatien auf dem Programm.

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