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Liebe auf den ersten Blick: Harry und Meghan Markle verlobt

London. Prinz Harry und die US-Schauspielerin Meghan Markle wollen heiraten. Die Queen ist außer sich vor Freude. Das Paar zeigt sich, sichtlich nervös, den Kameras und gibt erste Details preis.

Liebe auf den ersten Blick: Harry und Meghan Markle verlobt

Prinz Harry und Meghan Markle sind verlobt. Foto: Danny Lawson

Der britische Prinz Harry und die US-Schauspielerin Meghan Markle haben sich verlobt. Das teilte das Königshaus in London mit. Die Hochzeitsglocken sollen im nächsten Frühjahr läuten.

Die Queen und Prinz Philip seien „außer sich vor Freude für das Paar und wünschen ihnen alles Glück“, teilte ein Sprecher des Buckingham-Palasts mit.

Am Nachmittag traten der 33-jährige Harry und seine 36-jährige Verlobte vor die Kameras im Garten des Kensington-Palasts. Sichtlich nervös nestelte Harry an seinem Jackett herum, bevor er den wartenden Fotografen verkündete, dass es Liebe auf den ersten Blick gewesen sei: „Wann wusste ich, dass sie die Richtige ist? Beim ersten Mal, als wir uns gesehen haben“, rief Prinz Harry ihnen zu. Markle sagte sie sei „sehr glücklich“.

Der Ort war mit Bedacht gewählt: In dem Garten hatte Harrys verstorbene Mutter Diana viel Zeit verbracht, erst im Sommer war er in Erinnerung an sie weiß bepflanzt worden. In den Diamantring, den Markle in die Kameras hielt, sind Edelsteine eingearbeitet, die einst Diana gehörten. Ein großer Diamant in der Mitte stamme aus Botswana, teilte der Kensington-Palast mit. Den Ring habe Harry selbst entworfen. Er unterstützt in Botswana ein Hilfsprojekt für HIV-infizierte Kinder und Aidswaisen.

Den Heiratsantrag hat Harry seiner Freundin bei einem gemeinsamen Essen im November gemacht - inklusive Kniefall. Sie habe den Antrag sofort akzeptiert, berichtete das Paar in einem Interview mit der BBC, das am Montag ausgestrahlt wurde. Harry sei während eines gemeinsamen Abendessens niedergekniet, erzählte die 36-jährige US-Schauspielerin über den Abend in Harrys Haus auf dem Gelände des Kensington-Palasts in London. „Es war einfach eine wunderbare Überraschung.“

Prinz Harry habe zuerst seine Großmutter, Queen Elizabeth II., und weitere enge Familienmitglieder in Kenntnis gesetzt, hieß es in einer Mitteilung des Palasts. Harrys Vater Prinz Charles zeigte sich „wirklich sehr glücklich“ über die Ankündigung. Bruder Prinz William und Herzogin Kate ließen wissen, sie seien „sehr aufgeregt“. „Es war wundervoll, Meghan kennenzulernen und zu sehen, wie glücklich sie und Harry miteinander sind.“

Auch Markles Eltern zeigten sich begeistert. „Wir freuen uns unglaublich für Meghan und Harry“, hieß es in einer Mitteilung im Namen von Harrys künftigen Schwiegereltern Thomas Markle und Doria Ragland.

Die US-Schauspielerin mit aforamerikanischen Wurzeln war schon mit einem Filmproduzenten verheiratet, von dem sie sich vor etwa vier Jahren scheiden ließ. Harry hatte sich anfangs massiv über „Sexismus und Rassismus“ beklagt, mit der seine Freundin im Vereinigten Königreich konfrontiert worden sei.

Vor etwa einem Jahr hatte das britische Königshaus die Beziehung von Prinz Harry und Markle offiziell bekanntgegeben. Im vergangenen September zeigten sich die beiden bei den „Invictus Games“ in Toronto erstmals turtelnd in der Öffentlichkeit und befeuerten die Gerüchteküche. In London spielten sie dagegen lange Katz und Maus mit den Medien.

Markles Mutter arbeitete als Sozialarbeiterin, ihr Vater als Beleuchtungsspezialist beim Fernsehen. Sie ging in Los Angeles zur Schule, studierte im US-Bundesstaat Illinois und lebte zuletzt in Kanada.

Vor ihrer Beziehung mit Harry galt sie als mittelmäßige Schauspielerin. Sie spielte unter anderem in der Anwaltsserie „Suits“ mit, aus der sie kürzlich ausstieg. Im Königshaus soll sie auch für ihren Einsatz für Frauenrechte geschätzt werden. Britischen Medien zufolge ist es wahrscheinlich, dass Markle durch die Hochzeit zur Herzogin von Sussex wird.

Harry hat einen Imagewandel durchgemacht. Der ehemalige „Party-Prinz“ war eine Zeitlang bekannt für Skandale und Frauengeschichten. Heute engagiert sich der Rotschopf, der zweimal mit den Streitkräften in Afghanistan war, in sozialen Projekten, unterstützt Kriegsveteranen, HIV-infizierte Kinder und psychisch Kranke. Viele Briten nimmt er mit seiner offenen Art und Herzlichkeit für sich ein - so wie einst seine Mutter Diana.

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