Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Russland, Türkei und Iran bereiten Syrien-Gipfel vor

Antalya. Mit den regelmäßigen Syrien-Gesprächen in Astana haben Russland, die Türkei und der Iran Bewegung in den Konflikt gebracht. Nun wollen die Staatschefs der drei Länder bei einem Gipfel in Sotschi weitere Akzente setzen.

/
urn-newsml-dpa-com-20090101-171109-99-799428
IS-Kämpfer werden in einer Basis der Syrischen Demokratischen Kräfte in Al-Rakka festgehalten. Foto: Furat FM

urn-newsml-dpa-com-20090101-171109-99-800316
Das Standbild aus einem Video zeigt einen russischen Tu-22M Bomber, der seine Bomben über einer IS-Stellung bei Abu Kamal (Syrien) abwirft. Foto: Russisches Verteidigungsministerium

dpa

urn-newsml-dpa-com-20090101-171109-99-799426
Kämpfer des IS in der Nähe von Al-Rakka: Die Terrormiliz IS hat inzwischen 96 Prozent des von ihr einst kontrollierten Territoriums verloren. Foto: Raqqa Media Center of the Islamic State group

Die Außenminister Russlands, der Türkei und des Irans haben einen Dreiergipfel ihrer Präsidenten zum Syrien-Konflikt am kommenden Mittwoch vorbereitet. „Wir haben uns in allen Schlüsselfragen geeinigt“, sagte der russische Chefdiplomat Sergej Lawrow nach dem Treffen in Antalya.

Die Gewalt in Syrien sei zurückgegangen, teilte das Außenministerium in Moskau später mit. Dies erlaube den Konfliktparteien, von der bewaffneten Konfrontation zu politischen Gesprächen überzugehen. Auch die Generalstabschefs der drei Länder würden sich vor dem Gipfel beraten, sagte Lawrow Agenturen zufolge.

Russlands Präsident Wladimir Putin empfängt am Mittwoch den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan und den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani im Schwarzmeerbadeort Sotschi. Es wird erwartet, dass sie über die Fortsetzung der Anfang des Jahres initiierten Syrien-Gespräche in der kasachischen Hauptstadt Astana beraten. Diese sollen den UN-geführten Friedensprozess unterstützen.

Russland hatte zuletzt zudem einen sogenannten Kongress der Völker Syriens ins Spiel gebracht. Dabei soll über eine Nachkriegsordnung für das Land beraten werden. Auch darüber hätten die Minister nun gesprochen, hieß es aus Moskau. Das Ministerium bezeichnete die geplante Konferenz als vertrauensbildende Maßnahme.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu betonte nach dem Treffen in Antalya, dass für die Türkei eine Teilnahme der syrischen Kurdenpartei an Verhandlungen „nicht akzeptabel“ sei. Die türkische Führung sieht die PYD und deren militärischen Arm (YPG) genauso wie die verbotene kurdische Arbeiterpartei in der Türkei als Terrororganisation an. Cavusoglu sagte: „Hinsichtlich der PYD/YPG ist unsere Sensibilität klar.“ Daran habe sich nichts geändert.

„In den vergangenen elf Monaten gab es in Syrien weitaus weniger Tote, und außerdem konnten sich die syrischen Truppen mehr auf den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat konzentrieren“, sagte der iranische Außenminister Mohamed Dschawad-Sarif. Dies sei auch das Ergebnis der Syrien-Gespräche in Astana. Das Hauptziel für Moskau, Ankara und Teheran sei, dem syrischen Volk zu helfen, die bitteren Jahre zu beenden und eine neue friedliche Zukunft für sein Land zu ermöglichen, sagte Sarif der Agentur Tasnim zufolge.

/
urn-newsml-dpa-com-20090101-171109-99-799428
IS-Kämpfer werden in einer Basis der Syrischen Demokratischen Kräfte in Al-Rakka festgehalten. Foto: Furat FM

urn-newsml-dpa-com-20090101-171109-99-800316
Das Standbild aus einem Video zeigt einen russischen Tu-22M Bomber, der seine Bomben über einer IS-Stellung bei Abu Kamal (Syrien) abwirft. Foto: Russisches Verteidigungsministerium

dpa

urn-newsml-dpa-com-20090101-171109-99-799426
Kämpfer des IS in der Nähe von Al-Rakka: Die Terrormiliz IS hat inzwischen 96 Prozent des von ihr einst kontrollierten Territoriums verloren. Foto: Raqqa Media Center of the Islamic State group

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Moskau. Erstmals seit Sowjetzeiten stand in Moskau ein Minister vor Gericht. Das Urteil: Acht Jahre für Alexej Uljukajew wegen Bestechlichkeit. Doch Zweifel bleiben, und die Rolle eines mächtigen Kreml-Freundes bleibt unklar.mehr...

Peking. Peking schafft Fakten: Unvermindert werden die Militäranlagen im Südchinesischen Meer ausgebaut. Dabei bergen die betroffenen Inseln erhebliches Konfliktpotenzial.mehr...

Brüssel. Seit 2014 hat die EU Russland mit Wirtschaftssanktionen belegt. Für heimische Unternehmen sind damit Milliardenverluste verbunden. Doch im Ukraine-Konflikt gibt es keine Fortschritte - und die EU trifft nun abermals eine Entscheidung.mehr...

Es traf auch hunderte Kleinkinder: Die Helfer von Ärzte ohne Grenzen haben ermittelt, wie viele muslimische Rohingya binnen eines Monats in ihrer buddhistischen Heimat Myanmar umgebracht worden sind.mehr...

Tel Aviv/Washington. US-Vizepräsident Pence verschiebt seine Reise ins Heilige Land wegen der amerikanischen Innenpolitik. Israel reagiert auf weiteren Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen. Die Hamas ruft erneut zu einem „Freitag des Zorns“ auf.mehr...