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Transparentes Design im Bremer Wagenfeld-Haus

Bremen. In das Innere blicken, den Dingen auf den Grund gegen: Schon vor 100 Jahren begeisterte man sich für das Phänomen Transparenz. Eine Ausstellung in Bremen stellt die gläserne Welt vor.

Transparentes Design im Bremer Wagenfeld-Haus

Utopische Architektur: Das Modell eines Glashauses von Bruno Taut. Foto: Carmen Jaspersen

Gläserne Stühle, „Luftsäulen“-Sessel, transparente Designer-Handtaschen - im Bremer Wilhelm Wagenfeld Haus wird die Ausstellung „Welt aus Glas. Transparentes Design“ gezeigt.

Dabei sind nicht nur Objekte wie Haushaltsgeräte, Möbel und Modeaccessoires aus dem 20. Jahrhundert aus Glas und klarem Kunststoff zu sehen. Kuratorin Julia Bulk verbindet die Ausstellung mit aktuellen Diskussionen um eine gläserne Welt und Transparenz in Politik und Wirtschaft. Die Ausstellung ist vom 24.11.2017 bis 22.04.2018 zu sehen.

Transparenz als ein Schlüsselbegriff sei kein neues Phänomen. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts habe eine „Transparenz-Euphorie“ geherrscht. „Daher beginnen wir unsere Ausstellung mit der Röntgenfotografie einer Hand von 1895“, sagte Bulk. Auf einmal habe man Gewebe durchsichtig machen und ins Innere des Körpers schauen können. „Das hat die Menschen fasziniert und hatte großen Einfluss auf Künstler und Gestalter.“

Zu sehen sind in Bremen 120 Objekte, darunter der Stuhl der Künstlerin Zaha Hadid von 2015: Ihr „Liquid Glacial Chair“ aus glanzpoliertem Acrylglas erinnert an einen gefrorenen Wasserstrudel. Auch eine durchsichtige Kelly-Bag von Hermés ist ausgestellt und auch ein Architekturmodell von Bruno Taut, der 1914 mit seinem Glashaus die Hoffnung auf eine bessere Welt verband.

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Utopische Architektur: Das Modell eines Glashauses von Bruno Taut. Foto: Carmen Jaspersen

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