Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Wie werde ich Tourismuskaufmann/frau?

Hannover. Tourismuskaufleute lernen in ihrer Ausbildung, Reisen zusammenzustellen und zu verkaufen. Die meisten arbeiten in Reisebüros - aber es gibt auch reichlich andere Betätigungsfelder. Gute Manieren und Englischkenntnisse brauchen Azubis überall.

/
urn-newsml-dpa-com-20090101-171117-99-910830
Jeder Mensch ist anders. Dafür müssen Auszubildende zur Tourimuskauffrau das nötige Feingefühl entwickeln. Hier im Bild: Ausbzubildende Alina Bührmann im Gespräch mit einer Kollegin. Foto: Peter Steffen/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171117-99-910833
Expertin für die schönste Zeit des Jahres: Alina Bührmann macht bei Tui in Hannover eine Ausbildung zur Tourismuskauffrau. Foto: Peter Steffen/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171117-99-910828
Aus Niedersachsen in die weite Welt: Alina Bührmann macht ihre Ausbildung in der Tui-Zentrale in Hannover. Foto: Peter Steffen/dpa-tmn

Alina Bührmann ist fasziniert von der weiten Welt. „Andere Länder, Sitten und Kulturen sowie das Reisen allgemein haben mich schon immer begeistert“, sagt die 20-Jährige, die bei Tui in Hannover eine Ausbildung zur Tourismuskauffrau mit dem Schwerpunkt Reiseveranstaltung macht.

„Und ich habe Spaß daran, mit Menschen zu arbeiten und Gefallen an dem Gedanken gefunden, deren schönste Zeit im Jahr mitzugestalten.“ Letzteres ist keine Kleinigkeit, sondern elementar wichtig für den Beruf. „Man muss offen auf Menschen zugehen können sowie Freude und Geschick darin haben, mit Menschen zu arbeiten“, sagt Dorothea Busche, Referentin für Bildung beim Deutschen Reiseverband in Berlin. Toleranz, Feinfühligkeit, gute Umgangsformen und Freude an der Kommunikation muss daher jeder Auszubildende mitbringen.

Wichtig außerdem: Sprachkenntnisse. „Englisch sollte man gut sprechen können“, sagt Busche. Auch andere Sprachen sind im Lebenslauf gern gesehen. Vor allem Spanisch und Französisch stehen hoch im Kurs. Auch eigene Reisefreude der Bewerber sehen die Personaler gern in den Unterlagen, sagt Bettina Gläser-Krahn, Leiterin der Ausbildung bei Tui Deutschland. „Auslandserfahrung wie ein High-School-Jahr, eine Au-Pair-Tätigkeit oder Sprachkurse im Ausland sind ein klarer Vorteil.“

Die meisten Betriebe suchen Azubis mit mindestens mittlerem Schulabschluss, einige auch gezielt nach Fachabiturienten oder Abiturienten, sagt Nicole von Stockert, Sprecherin des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft. Wie in jedem kaufmännischen Beruf sollte man ein gutes mathematisches Verständnis mitbringen.

Die Reiseveranstalter sind nur einer von mehreren Bereichen, die Tourismuskaufleute ausbilden. Hinzu kommen zum Beispiel Fluggesellschaften, Reedereien, Bahnbetreiber oder Mietwagenunternehmen. Die meisten Azubis bereiten sich allerdings in einem der rund 10 000 Reisebüros in Deutschland auf ihren Beruf vor.

Bei Reiseveranstaltern geht es in der Ausbildung vor allem darum, Produkte wie Pauschalreisen zusammenzustellen und buchbar zu machen. In einem Reisebüro stehen der Verkauf und der direkte Umgang mit Kunden im Mittelpunkt. „Dort lernt man, wie man eine passende Reise für die Kunden findet, zusammenstellt, bucht und abrechnet“, sagt Busche.

Einen Teil ihres Schulwissens konnte Alina Bührmann bei ihrer Ausbildung schon gut gebrauchen. „Aber viele Dinge waren für mich auch komplett neu“, sagt sie. „Das Arbeiten in einem Unternehmen allgemein unterscheidet sich sehr zum Berufsschulunterricht.“

Ein Muss ist die Ausbildung inzwischen nicht mehr, um Zugang zur Branche zu finden: Alternativ gibt es duale oder reguläre Studiengänge. Trotzdem ist die Tourismuskauffrau nach wie vor der Standardpfad, sagt von Stockert: Rund 5000 junge Leute lernen den Beruf derzeit. Knapp drei Viertel von ihnen sind junge Frauen, sagt Busche. Je nach Ausbildungsjahr verdienen sie von 717 Euro monatlich im ersten Jahr bis knapp 1000 Euro im dritten Jahr.

Nach der Ausbildung gibt es Jobs im In- und Ausland, sagt Tui-Ausbildungschefin Gläser-Krahn. „Es gibt einige Absolventen, die eine Tätigkeit in einem unserer Reiseländer aufnehmen, etwa als Reiseleiter, in einem Hotel oder in einer Agentur.“ In der Regel arbeiten fertige Azubis aber in der Reisevermittlung und -veranstaltung sowie im Geschäftsreisebereich.

/
urn-newsml-dpa-com-20090101-171117-99-910830
Jeder Mensch ist anders. Dafür müssen Auszubildende zur Tourimuskauffrau das nötige Feingefühl entwickeln. Hier im Bild: Ausbzubildende Alina Bührmann im Gespräch mit einer Kollegin. Foto: Peter Steffen/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171117-99-910833
Expertin für die schönste Zeit des Jahres: Alina Bührmann macht bei Tui in Hannover eine Ausbildung zur Tourismuskauffrau. Foto: Peter Steffen/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171117-99-910828
Aus Niedersachsen in die weite Welt: Alina Bührmann macht ihre Ausbildung in der Tui-Zentrale in Hannover. Foto: Peter Steffen/dpa-tmn

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Berlin. Harte Arbeit zu unmöglichen Zeiten, dabei stets freundlich bleiben und den Gast möglichst gut beraten: Ein Zuckerschlecken ist die Arbeit von Restaurantfachleuten nicht. Abwechslung gibt es dafür genug - und Karrieremöglichkeiten auch.mehr...

Olfen. Ob Windkraftanlagen oder Raumfahrttechnik: Selbst die größten Maschinen enthalten kleine Bauteile. Feinwerkmechaniker stellen sie her. Entsprechend viele Perspektiven bietet der Beruf - auch deshalb, weil die Branche ein echtes Nachwuchsproblem hat.mehr...

Frankfurt/Main. Notfallsanitäter sind ständig unterwegs, um anderen zu helfen. Der Alltag ist knallhart. Der Job kann ein gutes Gefühl geben, er fordert aber auch Körper und Psyche - manchmal bis an die Belastungsgrenze.mehr...

Fulda. Vom Auto bis zur Küche: Technische Produktdesigner sind gefragt. Mitbringen sollten Berufsanfänger räumliches Vorstellungsvermögen, viel technisches Verständnis - und die Bereitschaft, auf Kundenwünsche und immer neue Anforderungen einzugehen.mehr...

Wie werde ich...?

Wie werde ich Klavierbauer/in?

Seifhennersdorf. Greift ein Konzertpianist in die Tasten, muss jeder Ton richtig klingen. Das klappt nur, wenn Tasten, Hämmerchen und Saiten gut zusammenspielen - und dafür sorgt der Klavierbauer. Ein gutes Gehör ist in dem Beruf genauso gefragt wie Fingerspitzengefühl.mehr...

Bebra. Ohne sie geht auf einer Baustelle nichts: Baugeräteführer steuern Bagger, Kräne, Raupen und anderes schweres Gerät - und verdienen damit schon als Auszubildende gutes Geld. Ohne Feingefühl und Durchsetzungsvermögen geht in dem Job aber nichts.mehr...