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Geschäft in Dorf Rauxel

Nischenjob: Thomas Richau ist Kletterschuhmeister

DORF RAUXEL Wer im Internet das Suchwort „Kletterschuhmeister“ eingibt oder nach einer Möglichkeit sucht, eben diesen Spezialschuh reparieren zu lassen, der landet bei Thomas Richau. Der hat in Dorf Rauxel eine Nische für sich und seine Frau entdeckt, in der sie Kundschaft aus ganz Deutschland versorgen. Wir haben sie besucht.

Nischenjob: Thomas Richau ist Kletterschuhmeister

Schuhmachermeister Thomas Richau und Ute Neumann: Sie sind keine richtigen Start-Up-Unternehmer, aber eine neue Idee bescherte ihnen ein neues Geschäft.

Der gelernte Orthopädieschuhmacher und Schuhmachermeister freut sich über einen Freizeit-Boom: Klettern ist angesagt. Der Sport bescherte Richau eine völlig neue Perspektive. Er war viele Jahre mit einer Schuhmacher-Reparaturwerkstatt in Bochum selbstständig, bekam dort aber den Wandel in seinem Geschäft zu spüren: Immer weniger Kunden lassen ihre Schuhe neu besohlen. Heute kaufe man gleich neue Exemplare. Richau wollte nachhaltig arbeiten, dazu beitragen, hochwertiges Schuhwerk zu erhalten.

Initialzündung für den heute 55-Jährigen war der Bau einer Kletterhalle in der Nähe seines Geschäfts. Richau merkte, dass Kletterschuhe stark strapaziert werden und entsprechend häufig reparaturbedürftig sind. „Das erfordert eine neue Arbeitsweise“, sagt Richau beim Besuch in seiner Werkstatt im Hof Schulte Rauxel am Rieperberg.

Auf dieser Karte sind die Klettermöglichkeiten in der Region eingezeichnet. Die Bäume stehen für Klettermöglichkeiten im Freien, die Häuser für Orte, an denen man drinnen klettern kann.

Kunden aus Kanada und Israel

„Bei Kletterschuhen erfahren die Spitzen große Belastungen. Die Schuhe sind an den Stellen schnell kaputt. Dazu kommt, dass es sich hier um neuartiges High-Tech-Material handelt, das man besonders sorgfältig verarbeiten muss.“ Thomas Richau schaffte das. Erst nebenbei, dann ausschließlich. Inzwischen hat er umgesattelt, ist seit fast sechs Jahren mit seiner Spezialwerkstatt auf dem Hof, der ehemaligen Kornbrennerei, ansässig. Seine Kundschaft kommt fast ausschließlich über das Internet. Und weil sich die Nachfrage so gut entwickelte, gab auch seine Frau Ute Neumann ihren Job als angestellte Schuhmacherin in Dortmund auf. Sie arbeitet mit ihrem Mann im Team.

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Täglich rollt der Paketdienst auf den Hof, lädt Dutzende Pakete beim Kletterschuhmeister ab. „Wir haben den Ehrgeiz, so gut wie alles am selben Tag zu reparieren, sodass die Schuhe schon am nächsten Tag zum Absender zurückgehen können“, sagt er. Manche Kletterhallen oder -vereine organisieren Sammelaufträge.

Einen Kunden in Kanada hatte er schon: Der hatte die Spezialwerkstatt im Internet gefunden und einen Deutschlandaufenthalt genutzt, sein Schuhwerk auf Vordermann bringen zu lassen. Ein Kletterer aus Israel hat dem Schuhmachermeister gar ein paar Tage über die Schulter geschaut, um seine Schuhe künftig selbst zu reparieren. Es war die richtige Entscheidung, sich zu spezialisieren – da ist sich das Ehepaar einig. Beide haben Spaß an der Arbeit und ihr sicheres Auskommen. Zudem arbeiten sie in ihrer Heimatstadt. Sie fahren mit dem Rad zur Werkstatt. 

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Expansion kein Problem






 

 

 

 

 

 

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