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Beschäftigte der Gemeinde Schermbeck

Von Gleichstellung noch weit entfernt

Schermbeck Frauen stellen mehr als die Hälfte der Beschäftigten der Gemeinde Schermbeck. Paritätisch besetzt sind die Stellen aber noch lange nicht.

Von Gleichstellung noch weit entfernt

Über den Gleichstellungsplan, der von Dezember 2017 bis 2022 gelten soll, diskutieren Hauptausschuss und Rat in ihren kommenden Sitzungen. Im Plan ist eine Bestandsaufnahme enthalten, die die Struktur der Mitarbeitenden der Gemeinde zum Stichtag 30. Juni 2017 zeigt.

Zu diesem Zeitpunkt waren 100 Personen bei der Gemeinde beschäftigt. Inklusive geringfügig Beschäftigten, aber ohne Auszubildende, Aushilfen und Personen, die in Altersteilzeit freigestellt waren. 52 von 100 Mitarbeitern sind Frauen. Die Ungleichheit offenbart sich schon bei der Frage Voll- oder Teilzeit. 46 von 48 Männern sind vollzeitbeschäftigt, während es nur 14 von 52 Frauen sind. Umgekehrt arbeiten in Teilzeit nur zwei Männer, während es auf Frauenseite 38 sind.

Weniger Gehalt

Auch bei der Zahl der verbeamteten Kräfte haben Männer die Nase deutlich vorn. Zwölf Mitarbeiter sind Beamte, Beamtinnen gibt es nur zwei, eine davon in Teilzeit. Bei den tariflich Beschäftigten arbeiten 34 Männer und 13 Frauen in Vollzeit, in Teilzeit hingegen zwei Männer und 37 Frauen. Neun dieser Mitarbeiter waren zum Stichtag in einer geringfügigen Beschäftigung angestellt: ein Mann, acht Frauen. Auch beim Gehalt lässt sich zusammenfassend sagen, dass Frauen eher im mittleren bis unteren Segment eingestuft sind.

Der Gleichstellungsplan sei ein gesetzlich vorgeschriebenes Instrument, um „die bisherigen Strukturen so zu verändern, dass Frauen in allen Bereichen, Berufen und Funktionen in der Gemeindeverwaltung Schermbeck paritätisch vertreten sind und für die Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert wird“, so Personalchef Dirk Kuhmann. Chancengleichheit bei Aus- und Weiterbildung, Entlohnung und Aufstieg formuliert der Plan als Ziele.

Wie soll dies erreicht werden? In externen Stellenausschreibungen in Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, sollen sie besonders aufgefordert werden, sich zu bewerben. Grundsätzlich soll jede Stelle auch in Teilzeit ausgeschrieben werden – Fachbereiche müssen begründen, wenn dies im Einzelfall nicht möglich ist. „Für die Übernahme von Frauen in Ausbildungsverhältnisse von sogenannten Männerberufen sind die sachlichen und räumlichen Voraussetzungen zu schaffen.“ Eine Priorität will die Gemeinde auch darauf legen, in den kommenden fünf Jahren den niedrigen Anteil der Frauen in Führungspositionen zu steigern.

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