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Leon Ben Jeddou

Was Dortmunds neuer Kinderprinz alles machen muss

Lindenhorst/Wickede Der 11-jährige Lindenhorster Leon Ben Jeddou ist in eine karnevalsverrückte Familie hineingeboren worden. Als Kinderprinz musste er neulich nicht nur eine Rede im Rathaus halten, sondern hatte sogar ein Blind Date.

Was Dortmunds neuer Kinderprinz alles machen muss

Leon I. und Dilara I. sind das Kinderprinzenpaar der Session 2017/2018. Festausschuss Dortmunder Karneval Foto: Andreas Schröter

Leon I. (Ben Jeddou) hat eine anstrengende Zeit vor sich. Er bildet zusammen mit Dilara I. (Sofia Henze) das Dortmunder Kinderprinzenpaar der Karnevalssession 17/18. Momentan ist er damit beschäftigt, die 2500 Autogrammkarten zu unterschreiben.

Auftritt im Rathaus absolviert

Seine ersten großen Auftritte hat der junge Lindenhorster bereits hinter sich – darunter natürlich die Proklamation im Rathaus mit Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Ich war ganz schön aufgeregt“, gibt der Elfjährige zu – zumal er eine kleine Rede halten musste.

Aber er habe immerhin viele Geschenke bekommen unter anderem ein kleines Speedboot und viele Süßigkeiten. „Aber die hat mir meine Schwester Leonie schon alle weggegessen“, sagt er lachend.

In karnevalsbegeisterter Familie aufgewachsen

Leon kommt aus einer karnevalsbegeisterten Familie, die sich im Fanfarencorps Wickede engagiert. Mutter Simone Ben Jeddou sagt: „Ich bin schon seit 35 Jahren karnevalsverrückt“ – also genauso lange wie sie auf der Welt ist.

Im vorigen Jahr hat das Fanfarencorps Wickede viel Aufmerksamkeit erhalten, weil es in der Inszenierung von Ödon von Horvaths „Kasimir und Karoline“ mitgemacht hat. „Und ich hatte die einzige Sprechrolle“, sagt Simone Ben Jeddou.

Ein Küsschen von der Prinzessin bekommen

Doch zurück zum Karneval: Leon kannte seine Prinzessin, die vom Verein Silver Sensation aus Holzwickede kommt, vorher nicht. Das erste Treffen der beiden war also ein „Blind Date“. Aber Leon mag seine Prinzessin und er mag auch, dass er schon ein erstes Küsschen von ihr bekommen hat.

„Die Vereine müssen sich bewerben“, sagt Rosi Buchholz, die Betreuerin des Kinderprinzenpaares. Und bei der Zusammensetzung des Hofstaates werde darauf geachtet, dass jeder Verein einmal zum Zuge komme.

Leon, der früher schon einmal Standartenträger war, muss nach den Weihnachtsferien ab 5. Januar etwa 65 Termine absolvieren – zum Beispiel in Seniorenheimen oder Kindergärten. Rosi Buchholz sagt, dass die meisten Termine am Nachmittag seien, sodass er in der Schule nicht viel verpasse. Leon besucht die Graf-Konrad-Grundschule und wechselt im Sommer aufs Heisenberg-Gymnasium.

Leon spielt X-Box und Fußball

An Karneval gefalle ihm, dass man gut feiern könne und Spaß habe. Die Karnevalslieder jedoch höre privat eher nicht. Leon Ben Jeddou spielt gerne X-Box und Fußball. Außerdem schwimmt er gerne und trommelt im Fanfarencorps. Auch würde er gerne bei der Jugendfeuerwehr mitmachen.

Auch Schwester Leonie (12) war bereits Kinderprinzessin in der Session 15/16. Sie hat diese Zeit als sehr schön in Erinnerung und möchte später einmal Erwachsenen-Prinzessin werden. Und weil zur Familie Ben Jeddou noch zwei kleinere Kinder gehören – Liam und Lias (sieben und acht Jahre alt) – ist auch im Kinderprinzenbereich für Nachschub gesorgt.

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