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Kirchhellener helfen

Kröten unternehmen gefährliche Wanderungen

KIRCHHELLEN Mit den ersten Sonnenstrahlen in diesem Jahr erwachen auch die Kröten wieder aus ihrer Winterstarre und machen sich auf den Weg zu nahegelegenen Gewässern. Ihre Wanderung wird ihnen aber oft zum Verhängnis, denn das Überqueren von Straßen wird für sie zur sicheren Todesfalle. Einige Kirchhellener wollen ihnen helfen.

Kröten unternehmen gefährliche Wanderungen

Die Schulstraße wollen derzeit viele Kröten überqueren. Christiane Herrschaft und andere Tierschützer helfen ihnen dabei.

„Am Alten Postweg gibt es zum Beispiel zwei kleine Bereiche zwischen Wasserstellen, wo Hunderte von Kröten die Straße überqueren“, erzählt die Tierschützerin Christiane Herrschaft. Nach der Arbeit versucht sie dort deshalb in gelber Warnweste die Tiere einzusammeln und sicher auf die andere Straßenseite zu bringen.

Mutwilliges Töten

Mit ihrem Engagement stößt sie aber oft auf Unverständnis. „Den meisten Leuten ist es egal. Sie sehen, wie wir die Tiere aufsammeln, überholen uns, lachen und fahren Schlangenlinien, um möglichst viele Kröten zu erwischen“, erzählt sie.

Für sie ist diese Haltung völlig unverständlich. „An einem Abend war ich mit meinem Freund in Oberhausen eingeladen und wir mussten die Strecke über den Postweg fahren. Ich bin in High Heels vor dem Auto hergelaufen und habe die Kröten eingesammelt“, erzählt sie.

Kröten-Tunnel gebaut

Auf der betroffenen Straße wurde das Tempolimit auch bereits auf 50 runter gesetzt, „aber die Tiere können nicht erkennen, ob sie jetzt langsamer oder schneller laufen müssen“, sagt Christiane Herrschaft.

„Mir ist klar, dass man sicherlich nicht alle Kröten retten kann, aber Krötenzäune und ein bisschen Rücksicht von den Autofahrern würde schon einiges ausmachen. An der Kleingartenanlage an der Schulstraße gibt es einen kleinen Stichweg, der eigentlich nicht befahren werden müsste und den auch viele Kröten überqueren. Es ist doch nicht nötig, einfach über die Tiere drüber zu fahren“, sagt Christiane Herrschaft noch.

Auch der Stadt ist das Kröten-Problem nicht unbekannt. „Wir haben an vielen Stellen Kröten-Tunnel gebaut oder Warnhinweise aufgestellt“, sagt Andreas Pläsken, Pressesprecher der Stadt Bottrop. „Aber wir können nicht alle Straßen sperren, das würden uns die Autofahrer übelnehmen“, sagt er.

Dankbar für Hinweise

Für Hinweise an das Umweltamt ist die Stadt trotzdem immer dankbar. „So genannte Laichwege sind ja auch für die Autofahrer gefährlich. Wir reden hier allerdings nicht von fünf oder zehn Tieren, sondern um Größenordnungen von 500 bis 1000 Tieren“, erklärt er weiter. „In einem solchen Fall würden wir die Hinweise prüfen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.“ 

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