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Diskussion im Bauausschuss in Legden

Keine Straßensammlung mehr für Grünabfälle

Legden Die Legdener bringen jährlich knapp 1000 Tonnen Grün- und Gartenabfälle zum Wertstoffhof. Nur 15 Tonnen ergibt die Straßensammlung. Deshalb will die Gemeinde Legden sie künftig abschaffen. Erste Gegenstimmen gibt es schon.

Keine Straßensammlung mehr für Grünabfälle

Vor allem im Herbst liefern viele Legdener ihren Grünabfall im Wertstoffhof an. Die Straßensammlung wird dagegen immer weniger genutzt. Foto: 4


Einiges könnte sich ändern bei der Abfallentsorgung. Der Bauausschuss hat am Dienstagabend über die Vorschläge gesprochen, die die Verwaltung gemeinsam mit Mitgliedern des Ältestenrates entwickelt haben. Hintergrund ist, dass der Vertrag mit der Firma Stenau Kreislaufwirtschafts GmbH Ende 2018 ausläuft. Die Leistungen müssen zum 1. Januar 2019 europaweit neu ausgeschrieben werden. Start wird im Februar sein.

Diskussionsbedarf gab es nur beim Thema Grünabfälle. Gerd Heuser, UWG-Fraktionsvorsitzender, hatte bereits aus Asbeck kritische Stimmen zu dem Plan gehört, die Straßensammlung abzuschaffen. Bisher werden im Frühjahr und im Herbst sperrige Grün- und Gartenabfälle bei Straßensammlungen mitgenommen. 15 Tonnen waren es zuletzt in einem Jahr und damit nur 1,5 Prozent der Gesamtmenge. „Das lohnt sich nicht“, sagte Jürgen Göckemeyer für die Gemeindeverwaltung bei der Sitzung im Haus Weßling am Busshook. Vor allem der Termin im Frühjahr werde wenig wahrgenommen.

Kosten und Nutzen müssen stimmen

Dem stimmte Bernd Wilpert für die CDU zu: „Das ist zusammen genommen ein Lastwagen voll. Dafür sollen wir den Wagen durch alle Straßen schicken und auch durch die Außenbereiche?“ Kosten und Nutzen, so Andreas Mathmann (CDU), müssten im Verhältnis stehen. Sigrid Goßling sieht das für die SPD ähnlich. „Wir haben die Öffnungszeiten im Wertstoffhof um einen Tag erweitert. Vielleicht ist das noch nicht so bekannt.“

Die UWG, die sich der Stimme enthielt, wird erst bei der Ratssitzung am 11. Dezember entscheiden. Eine Information zur Entscheidungshilfe gab Jürgen Göckemeyer am Ende noch: 1400 Euro kostet zurzeit jährlich die Sammlung und der Abtransport. Er geht davon aus, dass dieser Preis bei der nächsten Ausschreibung steigen wird.

Es soll weitere Änderungen geben. Für größere Wohneinheiten soll für den Restmüll ein 1,1 Kubikmeter-Container eingeführt werde. Geplant ist auch eine Mindestrestvolumenmenge. Noch gibt es Haushalte mit zehn Personen, die sich eine 60-Liter-Tonne teilen, so Göckemeyer. Das soll künftig nicht mehr möglich sein. 7,5 Liter pro Woche und Person soll gelten. Das bedeutet, dass eine vierköpfige Familie mit einer 60-Liter-Tonne zurechtkommt.

Keine Trennung zwischen Innen- und Außenbereich

Die Trennung zwischen Innen- und Außenbereich soll aufgehoben werden. Seit Jahrzehnten gibt es unterschiedliche Gebühren und Abfuhrrhythmen – alle zwei Wochen im Innen- und alle vier Woche im Außenbereich.

Warum das so ist, weiß heute keiner mehr, so sagte es Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Restmüllmengen und Kosten des Abfuhrunternehmens für Anfahren und Leeren der Tonnen seien gleich. Dagegen sind die Kosten beim Abfuhrunternehmen generell teurer, weil es die Mengen getrennt sammeln, erfassen und abrechnen muss.

Die Sperrmüll-Sammlung, so ein weiterer Vorschlag, soll ab 2019 nur noch einmal jährlich angeboten werden. Die Biomüllabfuhr soll dagegen ausgeweitet werden und bereits von März (statt Mitte Mai) bis November wöchentlich geleert werden. Die sechs zusätzlichen Abfuhren, so Jüren Göckemeyer, würden eine Kostensteigerung von sieben bis acht Euro bedeuten.

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