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Tor zur Flaniermeile

Bekommt die Bahnhofstraße einen großen Eingangsbogen?

SCHWERTE Schwertes Bahnhofstraße wird derzeit zu einem Boulevard umgebaut. Doch dort ansässigen Händler und Hauseigentümer haben noch mehr Ideen, wie man die Straße herausputzen kann. Unter anderem einen Bogen.

Bekommt die Bahnhofstraße einen großen Eingangsbogen?

Die ausgedienten Masten der Fußgängerampel vor der Sparkasse möchte die ISG Bahnhofstraße nutzen, um daraus eine Art Torbogen zu gestalten. Die Spitzen bräuchten nur durch einen Rahmen verbunden zu werden. Foto: Schmitz Foto: Foto: Reinhard Schmitz

Machet auf das Tor: Ein symbolischer Bogen soll die Besucher der neugestalteten Bahnhofstraße empfangen. Diesen Vorschlag habe die dortige Interessen- und Standortgemeinschaft (ISG) der Händler und Hauseigentümer gemacht, berichtete Stadtplaner Jan Menges am Dienstagabend dem Planungausschuss. Gedacht sei ein Element ähnlich wie an der Kaiserstraße in Dortmund. „Das würde der Raumgebung gut tun“, sagte Menges. Die Kosten würde die ISG übernehmen, wenn sie im Rahmen blieben. Ansonsten würde das Projekt nicht weiter verfolgt.

Bernhard Druffel, Sprecher des ISG Bahnhofstraße, bestätigte am Donnerstag die Pläne für einen kleinen Bogen, an dem man zusätzlich Informationen anbringen könnte. Denn es habe sich gezeigt, dass ein Aufhängen von Transparenten in der Straße ansonsten schwierig sei, da der Wind an dieser Stelle besonders kräftig zwischen den Häusern hindurchpfeife.

Reichen die Masten der Fußgängerampel?

Die erste Idee für einen Bogen habe es schon früher einmal gegeben, berichtete Druffel. Jetzt habe die Stadtentwässerung, die bei der Straßengestaltung federführend ist, aber einen guten Vorschlag gemacht. Die Masten der früheren Fußgängerampel vor der Sparkasse, die nicht zurückkommt, seien noch vorhanden und ließen sich umbauen. „Wir versuchen, das zu nutzen“, sagte Druffel. Eigentlich brauche nur ein Rahmen auf die Spitzen geschweißt zu werden. Ein Statiker prüfe, ob die Fundamente dafür ausreichen.

„Das wäre eine schöne Sache für ein Event“, war Druffel überzeugt. Banner könnten die jeweils nächsten Veranstaltungen auf der Flaniermeile ankündigen. Darüber würde der Schriftzug „Bahnhofstraße“ thronen.

Bereits beschlossene Sache ist der Einbau von rund 200 blauen Bodenlampen, die das symbolische „Blaue Band“ zur Ruhr im Abstand von jeweils 1,20 Metern vom Postplatz bis zur Bahnhofskreuzung verlängern. Statt wartungsintensiver Strahler wie in der Fußgängerzone wird dort auf Leuchtdioden gesetzt, die in Harz eingegossen sind und einfach wie ein Pflasterstein mit eingesetzt werden können. Sie werden von der ISG bezahlt. Baugleiche Strahler – allerdings in Weiß – lässt die Stadtentwässerung an den Kanten der neuen Buskaps einsetzen. „Als eine Art Aufmerksamkeitslicht“ – so Prokurist Markus Borchert – sollen sie im Dunkeln Sehbehinderten eine Art Begrenzungslinie signalisieren.

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