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Stadtentwicklungskonzept

20 Millionen Euro für Bork

Bork Die Bauarbeiten für die Aktive Mitte im neuen Selmer Zentrum laufen auf Hochtouren. Als Nächstes soll die Rundumerneuerung von Bork folgen. Bevor dort ebenfalls Bauarbeiten beginnen, wird aber abgerissen – schon bald.

20 Millionen Euro für Bork

Den Charme des alten Ortskerns erhalten, wie ihn die Ortseingangstafeln zeigen, und das Zentrum gleichzeitig stärken für die Herausforderungen der Zukunft: Das will das Integrierte Stadtentwicklungskonzept leisten.

Bork kommt groß heraus. Fast 20 Millionen Euro will die Stadt für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept in Bork in den nächsten Jahren investieren. Was das überhaupt ist und woher das Geld für die Umsetzung herkommen soll, haben wir in Fragen und Antworten zusammengestellt.

Was ist das: ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept?
Ein Ortszentrum hat viele Funktionen: Wohnen, Arbeit, Wirtschaft, Handel, Kultur und Bildung sowie Versorgung und Freizeit. So listet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sie auf. Beim Aufstellen eines öffentlich geförderten Konzepts nehmen Planer und Bevölkerung alle Funktionen in den Blick. Sie suchen nach Wegen, das Zentrum so zu gestalten, dass es allen Aufgaben gerecht wird.

Um wie viel Geld geht es?
Einiges: Die Stadt geht von Gesamtkosten in Höhe von 19,8 Millionen Euro aus – und von Zuwendungen von 10,88 Millionen Euro. Von den Kosten entfallen 14,8 Millionen Euro auf Maßnahmen im Sinne der Städtebauförderung: städtebauliche Planung (0,7 Millionen Euro), Bodenordnungsmaßnahmen (1,4 Millionen Euro), Erschließungsarbeiten (9,2 Millionen Euro) und tatsächliche Baumaßnahmen (3,5 Millionen Euro). Der Restbetrag von immerhin 5 Millionen Euro entfällt vor allem auf Kanalbauarbeiten und die Schaffung von Stellplätzen.

Fängt die Stadt bei Null an?
Auf keinen Fall. Die Sache hat schon einen längeren Vorlauf. Drei Bürgerversammlungen haben bereits stattgefunden. Außerdem hatte das Büro Schulten Stadt- und Raumentwicklung aus Dortmund im Oktober 2016 ein fast 90-seitiges Papier im Auftrag der Stadt veröffentlicht mit 28 Maßnahmenpunkten: von der Umgestaltung der Hauptstraße und die Neugestaltung des Stadtteileingangs an der Bahnhofstraße mitsamt des Bahnhofsumfeldes über die Nachnutzung der Hauptschule als Bürgertreffpunkt bis zur Neuordnung und Gestaltung des Kirchrings.

Welche dieser Ziele sind bereits konkret?
Einige. Die Stadt hat bereits einzelne Häuser im Ortskern gekauft. Die Volksbank steht in den Startlöchern für den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Hauptstraße/Waltroper Straße. 2018 sollen die Neubauarbeiten beginnen. Auch die neue Rettungswache neben dem Amtshaus ist inzwischen beschlossene Sache. Das Versorgungszentrum an der B 236 mit Lidl, Drogeriemarkt und Bäckerei ist bereits in Betrieb, und die Caritas hat angekündigt, 2019 auf dem heutigen Marktplatz ein Seniorenzentrum bauen zu wollen.

Die Abbrucharbeiten für den Neubau der Caritas sollten noch in diesem Jahr erfolgen. Bleibt es dabei?
Ja, die Abbrucharbeiten am Marktplatz Bork „werden voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnen – zunächst aber erst im Innern der Gebäude“. Das hat am Dienstag Malte Woesmann, der Sprecher der Stadt, so mitgeteilt. Der Abbruch der Gebäude außen folge Anfang kommenden Jahres.


Wird das Geld ausreichen für die Umsetzung des Gesamtkonzepts?

Es muss. Der Stadtrat hat am Donnerstag die Kostenobergrenzen festgelegt – genauso wie zuvor auch bei den Projekten für die Aktive Mitte.


Was ist der nächste Schritt?

Die Stadt gibt die sogenannte Rahmenplanung mit Namen „Lebendiges Zentrum“ in Auftrag. Sie soll 2018 erfolgen und konkret machen, was bereits im Integrierten Stadtentwicklungskonzept steht. Egal, was auch immer ansteht: Die Maßnahmen sollen laut Bürgermeister Mario Löhr mit der Bevölkerung diskutiert werden.

Wie empfinden Borker den Startschuss?
„Ich freue mich riesig“, sagt Maria Lipke auf RN-Anfrage. Nach den ersten Bürgerversammlungen sei es „etwas ruhig geworden im Ort“. Wenn es jetzt losgehe, seien die Borker aber bestimmt auch wieder mit Leidenschaft dabei. Lipke, die für die UWG im Rat sitzt, ist es besonders wichtig, dass Bork bei allen bevorstehenden Veränderungen „sein charakteristisches Bild im Ortskern behält“.

Wie groß ist Bork eigentlich?
Rund 7500 Einwohner. Bork wurde 1975 eingemeindet.

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