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Stadtlohn startet Versuch

Eine Mitfahrerbank für Büren

Stadtlohn Zwischen Büren und der Stadtlohner Innenstadt wird in Kürze ein neues Mobilitätskonzept getestet: Am Kriegerehrenmal in Büren sowie am Parkplatz Burgstraße/Mühlenstraße werden Bänke aufgestellt und mit einem speziellen Schild gekennzeichnet. Dort können Menschen warten, die von anderen Autofahrern mitgenommen werden möchten.

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Auf dem Parkplatz Burgstraße/Mühlenstraße soll eine Mitfahrerbank aufgestellt werden. Dort können Menschen warten, die von Autofahrern mit nach Büren genommen werden möchten.

Vorbild für den FDP-Vorschlag: eine Mitfahrerbank in der Eifel. dpa

Dies hat der Planungs- und Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Die Idee hatte die FDP im November 2016 auf die politische Tagesordnung gesetzt und sich dabei auf erfolgreiche Beispiele in Rheinland-Pfalz berufen. Mit knapper Mehrheit hatte der Ausschuss im November die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zu erstellen. Das legte nun in der Maisitzung Thomas Gausling vom Ordnungsamt vor. Er schlug als Haltepunkt in Stadtlohn den Edeka-Parkplatz vor. Damit fand er aber im Ausschuss keine mehrheitliche Zustimmung.

Diskussion um Standorte

Ludger Brockherde (SPD) bezeichnete den Edeka-Parkplatz als "nicht so optimal", weil sich der Verkehr dort "drubbele". Er schlug als Alternative den Parkplatz Burgstraße/Mühlenstraße vor und fand damit die volle Zustimmung von Erwin Plate (UWG): "Der Standort Edeka ist doch wohl ein Aprilscherz. Der SPD-Vorschlag ist tausend Mal besser."

Bernd Schöning (FDP) bemängelte, dass die Stadt nur eine Mitfahrerlinie nach Büren plane. "Wenningfeld fällt hinten rüber. Wir sollten auch dort eine Bank installieren."

Keine Konkurrenz zum Bus

Thomas Gausling widersprach: "Wir sollten keine Konkurrenz zu den RVM-Buslinien aufbauen." Josef Wassing (CDU) unterstützte diese Einschätzung: "Stündlich verkehren doch Busse zwischen der Innenstadt und Wenningfeld. Da sehe ich keinen zusätzlichen Bedarf."

Schon im November war die CDU dem Projekt Mitfahrerbänke mit Skepsis begegnet. Heinrich Ellers (CDU) bekräftigte dies jetzt noch einmal: "Es handelt sich um einen abgekupferten Vorschlag, in dem wir keinen rechten Sinn sehen. Das ist in einer Stadt unserer Größenordnung einfach zu kompliziert. Das funktioniert höchstens in Dörfern."

Am Ende entschied der Ausschuss mit den Stimmen von UWG, SPD und FDP für den Start der Testlinie zwischen Büren und Stadtlohn. Die CDU-Vertreter enthielten sich mehrheitlich der Stimme, ebenso die Grünen.

 

  • Kosten: Die Maßnahme belastet die Ergebnisrechnung nach Verwaltungsangaben mit 120 Euro pro Jahr.
  • Die Strecke nach Büren steht nicht in Konkurrenz zum öffentlichen Personennahverkehr. Die RVM hat keine Bedenken gegen den Versuch.
  • Der Ortsteil Büren hat rund 400 Einwohner. Entfernung von der Dorfmitte bis zur Innenstadt: knapp acht Kilometer.
  • Zur Haftung sagt Thomas Gausling vom Ordnungsamt: „Die Frage, ob man die Mitfahrerbank nutzen und sich von einer fremden Person mitnehmen lassen möchte, muss jeder für sich selbst beantworten. Es ist Aufgabe von Eltern, ihre Kinder von einer Nutzung abzuhalten, wenn eine Gefährdung der Kinder als zu groß eingeschätzt wird.“
  • Im April sind in der Nachbargemeinde in Legden und Asbeck Mitfahrerbänke aufgestellt worden. 
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Auf dem Parkplatz Burgstraße/Mühlenstraße soll eine Mitfahrerbank aufgestellt werden. Dort können Menschen warten, die von Autofahrern mit nach Büren genommen werden möchten.

Vorbild für den FDP-Vorschlag: eine Mitfahrerbank in der Eifel. dpa

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