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Fragen und Antworten

Baukosten fürs Solebad Werne kratzen an der Grenze

Werne Die Baukosten fürs neue Solebad in Werne steigen – bewegen sich aber nach wie vor im Rahmen des Budgets. Viel darf allerdings nicht mehr passieren, warnen die Planer. Eigentlich gar nichts mehr.

Baukosten fürs Solebad Werne kratzen an der Grenze

Der Neubau des Solebades schreitet weiter voran. Im Vordergrund ist das neue Sole-Außenbecken bereits zu erkennen. Solebad

Mit dem sogenannten Vergabepaket 3 ist der letzte große Batzen an Aufträgen nun ausgeschrieben. Das hat Folgen für die weitere Planung. Wir erklären, welche.

Wo liegt der Solebad-Neubau derzeit in der finanziellen Planung?

„Wir sind im Soll“, sagte Daniela Kersting vom Projektsteuerungsbüro Constrata am Dienstagabend im Badausschuss. Aber: „Wir haben auch keinen Puffer mehr.“ Heißt: Die reinen Baukosten sind derzeit – nach den jüngsten Ausschreibungsergebnissen – mit 13,3 Millionen Euro kalkuliert. Vorgegeben sind hier 13,32 Millionen Euro. „Wir liegen also nur minimal unter der Grenze“, so Daniela Kersting. Analog dazu ist das Gesamtbudget für das Solebad inklusive aller Honorare derzeit mit 16,6 Millionen Euro kalkuliert, die Vorgabe lautet hier 16,62 Millionen Euro.

Wie haben sich die jüngsten Ausschreibungen entwickelt?

Wegen der hohen Nachfrage im Bausektor sei das Ergebnis nicht wie gewünscht ausgefallen, ließ Daniela Kersting durchblicken. „Es gab Kostensteigerungen von 20 Prozent gegenüber der Kalkulation.“ Allerdings hatte sie auch eine gute Nachricht: „Wir können die Steigerungen ohne Qualitätsverlust für das Bad kompensieren.“

Und wie soll das gehen?

Architekt Heinrich Brinkhus brachte ein Beispiel aus der neuen Schwimmhalle: „Hier hatten wir mit einer industriell gefertigten Leistendecke geplant.“ Im Vergabegespräch mit der Firma, die die Ausschreibung gewonnen hat, habe sich dann herausgestellt, dass es auch eine Lösung mit handgefertigten Holzleisten geben könnte. „Dadurch können wir unterm Strich rund 30.000 Euro einsparen“, so Brinkhus.

Was sind denn jetzt schon wieder Vergabegespräche?

„Diese Gespräche müssen wir führen, wenn ein Auftrag vergeben worden ist“, erläutert Betriebsleiter Frank Gründken. Die Unterredung dient unter anderem dazu, Missverständnisse zu vermeiden. „Außerdem geht es um Fristen, aber eben auch um die Möglichkeit, ob die Firmen aus ihrer Sicht noch Möglichkeiten für die Verbesserung des Baus sehen.“

Da die Baukostengrenze fast erreicht ist – wird als nächstes also das Kinderplanschbecken im Außenbereich gestrichen?

„Nein“, konnte Daniela Kersting zur Freude aller Ausschussmitglieder verkünden. Denn die Aufträge sowohl für das Planschbecken als auch für den Kiosk im Freibad sind raus – damit gibt es auch kein Zurück mehr. Aber: „Das schränkt uns natürlich in unseren Handlungsmöglichkeiten ein.“

Was wäre denn überhaupt noch möglich, wenn die Kosten weiter steigen?

Die Projektsteuerer setzen vor allem auf die Möglichkeit, in Nachverhandlungen Preissenkungen zu erreichen. Allerdings sieht Daniela Kersting bei der Kostenentwicklung auch keine allzu große Gefahr mehr: „Wir sind mit den Ausschreibungen fast durch.“ Es fehle noch das Vergabepaket 4 mit einem Volumen von „nur“ rund 270.000 Euro, bei dem es um Maler- und Tischlerarbeiten geht. „Da rechnen wir nicht mehr mit allzu großen Komplikationen.“ Allerdings müsse man weiter wachsam sein und bei Bedarf natürlich gegensteuern, zumal auch bei laufenden Arbeiten unerwartete Kosten entstehen könnten.

Also bleibt alles bei einer geplanten Eröffnung 2019?

Wenn es nach der Betriebsleitung geht – ja. Allerdings nicht zum 1. Januar, wie Frank Gründken betonte: „Ein späterer Zeitpunkt im Frühjahr ist anvisiert.“

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