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Polizei: "Es gibt keine rechtsextreme Szene in Haltern"
Halterner Zeitung am 2. März 2009 18:17 Uhr
HALTERN Eine Gruppe junger Rechtsextremer verprügelte am Wochenende mehrere Jugendliche. Da dies nicht das erste Mal war, stellt sich die Frage: Entwickelt sich in Haltern eine rechte Szene? "Nein", sagt die Polizei.
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Eine gemeinsame Party feierten die 15 Personen, die laut Polizei der rechten Szene zu zuordnen sind, bevor sie am Bahnhof einen 19-Jährigen angriffen. „Sie waren auf dem Rückweg in ihre Heimatstädte“, so Polizei-Pressesprecher Hans-Bernd Tekotte. Mittlerweile hat die Polizei fast alle Personalien der beteiligten Schläger aufgenommen. Er glaubt nicht, dass sich in Haltern eine Szene bildet, sondern spricht von einer überregionalen Vernetzung.

Taten lassen aufhorchen

Das denken auch Trigon-Mitarbeiter Peter Dornbach und Egbert Willecke, Bereichsleiter Familie und Jugend bei der Stadt. Eine Szene könnten sie nicht beobachten. „  Aber solche Gewalttaten lassen schon aufhorchen“, sagt Willecke. In jedem Fall müsse man sich gegen den Rechtsextremismus aufstellen. Der Bereichsleiter verweist dabei auf das „Bündnis gegen Rechts“ sowie die vielen Aktivitäten an der Alexander-Lebenstein-Realschule.

Stärkere Polizeipräsenz

„Wir wollen, dass sich alle Menschen – egal, welcher Hautfarbe, welcher Nationalität oder welcher Glaubenszugehörigkeit – ungehindert in Haltern aufhalten können“, erklärte Bürgermeister Bodo Klimpel. Wenn es sich wirklich um politisch motivierte Taten von Rechtsradikalen handele, verurteile er das zutiefst. Er betonte: „Für solche Spinner ist kein Platz in Haltern.“

Wache zu kurz besetzt

Dass es immer mal wieder rechtsextreme Gruppierungen in Haltern gibt, hat Maaike Thomas schon länger festgestellt. Die Fraktionsgeschäftsführerin der Grünen sieht ein Problem im Handeln der Polizei. Da nach 22 Uhr die Polizeiwache in Haltern nicht mehr besetzt ist, fordert sie: „Wir brauchen eine stärkere Polizeipräsenz.“ Tekotte konterte, denn man habe in dieser Nacht genügend Mitarbeiter vor Ort gehabt. Einige davon seien auch Kollegen in Zivil. 
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