New Yorker Ausstellung zu den Anfängen des Islams

New York (dpa) Die Anfänge des Islams in der Region, die wir heute als Nahen Osten kennen, beleuchtet eine neue Ausstellung im New Yorker Metropolitan Museum. Demnach erfolgte der Übergang vom Byzantinischen Reich zur Welt des Islams in Kultur und Traditionen fließend und vergleichsweise harmonisch.

  • Ein kleines Stück des Mosaikfussbodens in der St. Peter und Paul Kirche (ca. 540 n. Chr.) im jordanischen Gerasa (heute Jerash). Foto: Gisela Ostwald

    Ein kleines Stück des Mosaikfussbodens in der St. Peter und Paul Kirche (ca. 540 n. Chr.) im jordanischen Gerasa (heute Jerash). Foto: Gisela Ostwald Foto: dpa

Fokus der Ausstellung sind die Südprovinzen des Byzantinischen Reichs, von Syrien über Ägypten bis nach Tunesien, im 7. bis 9. Jahrhundert. Diese bahnbrechende Zeit sei von Kunsthistorikern bisher eher vernachlässigt worden, sagte die Kuratorin Helen C. Evans vor Beginn der Schau an diesem Mittwoch.

Die Vorbereitungen seien wegen des Arabischen Frühlings mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden gewesen, räumte Evans ein. Erhoffte Leihgaben aus Ägypten blieben wegen der politischen Umwälzung aus, an eine Zusammenarbeit Libyen und Syrien war ebenfalls nicht zu denken. Die Türkei verweigerte Leihgaben unter Hinweis auf den Disput um antike Kunstschätze des Museums aus ihrer Region. Dafür sprangen Institute und Sammlungen in 13 Ländern ein, darunter auch Deutschland.

Die beiden Jahrhunderte im Mittelpunkt der Schau seien bedeutend für den byzantinischen orthodoxen Glauben, das östliche Christentum, das Judentum und den Islam, sagt Museumsdirektor Thomas P. Campbell. Sie hätten entscheidend zu Traditionen beigetragen, die noch heute Gültigkeit haben. Mosaiken, Schriftstücke, Schnitzereien aus Holz und Elfenbein, Silberbecher, Wandbehänge und Kleidungsstücke zeigten, wie Christen, Juden und Moslems in jener Zeit als Künstler, Händler und Nachbarn eng zusammenarbeiteten.

Die Ausstellung «Byzantium and Islam: Age of Transition» ist bis zum 8. Juli geöffnet.

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  • Erstellt:
    13. März 2012, 17:42 Uhr
    Aktualisiert:
    13. März 2012, 17:44 Uhr
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