Sich selbst zureden hilft gegen Stress im Job

Saarbrücken/Essen (dpa/tmn) Stress und Rückenschmerzen sind die häufigsten Ursachen für Fehlzeiten im Job. Zumindest gegen Stress am Arbeitsplatz können Selbstgespräche helfen, rät ein Sportpsychologe der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

  • Kein Grund zu verzweifeln: Bei Stress im Job können schon kurze Selbstgespräche helfen, die Nerven zu beruhigen. Foto: Franziska Koark

    Kein Grund zu verzweifeln: Bei Stress im Job können schon kurze Selbstgespräche helfen, die Nerven zu beruhigen. Foto: Franziska Koark Foto: dpa

Selbstgespräche am Arbeitsplatz können dabei helfen, Stress abzubauen. «Das ist eine sehr unterschätzte Methode», sagte Prof. Hans-Dieter Hermann von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) in Saarbrücken. Das Selbstgespräch könne leise und fast in Gedanken ablaufen. Dabei könne man zu sich zum Beispiel sagen «Der kocht auch nur mit Wasser» und sich so beruhigen oder sich positive Handlungsstrategien überlegen wie «Ich gehe jetzt Schritt für Schritt vor».

Grundsätzlich könne es zunächst hilfreich sein, sich durch langes Ausatmen physisch zu beruhigen, so der Professor am Rande eines Fachkongresses zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement bei der Fitnessmesse Fibo in Essen. In deutschen Unternehmen sei Stress nach Rückenleiden die zweithäufigste Ursache für Fehlzeiten am Arbeitsplatz, sagte Hermann, der auch als Sportpsychologe die deutsche Fußball-Nationalmannschaft begleitet. Stress könne sich in vielen Krankheitsbildern niederschlagen. Man gehe etwa davon aus, dass durch Stress die Immunabwehr herabgesetzt werde und es zum Beispiel häufiger zu Infekten komme.

Viele große Unternehmen investierten bereits in die Stress-Vorsorge. «Gesundheitsmanagement lohnt sich auch im Bereich Motivation, Mitarbeiterzufriedenheit und Fehlerverringerung. Insofern sind die Kosten dafür schnell wieder hereingeholt.» Mit persönlichen Strategien gegen den Stress könne auch der einzelne Mitarbeiter zur Lösung des Problems beitragen. Die Unternehmen könnten sich an den Kosten für Sportangebote und Präventionskurse beteiligen.

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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    23. April 2012, 11:24 Uhr
    Aktualisiert:
    23. April 2012, 11:26 Uhr