So verläuft die Klassenfahrt stressfrei

Köln/Wuppertal (dpa/tmn) Kultur, kurze Nächte und Chaos im Viererzimmer: So sehen wohl die meisten Klassenfahrten aus. Auf dem Schultrip lauern aber einige Pannen. Um sich keinen Ärger mit Lehrern oder Mitschülern einzuhandeln, sollte man sich ein paar Dinge verkneifen.

  • Mit den Mitschülern abfeiern: Wer auf dem Schultrip keinen Ärger mit dem Lehrer will, sollte sich aber vor allem beim Alkohol zurückhalten. (Bild: Diagentur/dpa/tmn)

    Mit den Mitschülern abfeiern: Wer auf dem Schultrip keinen Ärger mit dem Lehrer will, sollte sich aber vor allem beim Alkohol zurückhalten. (Bild: Diagentur/dpa/tmn)

Ein paar Tage mit der ganzen Klasse unterwegs: Das ist die beste Voraussetzung, um mit den Mitschülern Spaß zu haben, Party zu machen und tolle Sachen zu erleben. Doch gerade auf einer Klassenfahrt kann es auch zu Stress, Ärger und Streit kommen. Mit ein paar «Überlebenshilfen» lässt sich solch eine Fahrt aber unbeschadet überstehen:

Die Grenzen kennen : Partymachen ist auf einer Klassenfahrt natürlich nicht verboten. Nur Alkohol und Zigaretten sind dabei meistens - unter 16 Jahren generell - nicht erlaubt. «Wer sich nicht daran hält, muss damit rechnen, schlimmstenfalls frühzeitig nach Hause geschickt zu werden», sagt die Diplom-Psychologin Elisabeth Raffauf aus Köln. Wichtig sei es, die grundlegenden Regeln schon vor der Abfahrt zu besprechen. Dann könne man vielleicht vorab mit den Lehrern verhandeln, ob zumindest für über 16-Jährige beispielsweise nicht doch ein bisschen Bier oder Wein drin ist.

Egal, was letztlich ausgemacht wurde: «Man sollte auf jeden Fall die Sachen machen, die der Lehrer erwartet und sich an die Regeln halten», weiß die Berliner Abiturientin Steffi aus eigener Erfahrung von mehreren Klassenfahrten. Dann seien die Lehrer netter und drückten vielleicht in manch anderer Situation auch mal ein Auge zu.

Bilder im Internet hochladen : Das, was auf der Klassenfahrt alles so passiert, landet in Form von Schnappschüssen häufig im Internet und bei sozialen Netzwerken wie Facebook. Doch so komisch oder peinlich die Bilder von betrunkenen oder halbnackten Mitschülern auch sein können: Damit muss sehr vorsichtig umgegangen werden, weil die Schnappschüsse im Internet schnell die Runde machen und sich womöglich nicht löschen lassen. «Das kann unter Umständen nicht nur zu Ärger, sondern sogar zu einer Strafanzeige führen», warnt Beate Friese vom Kinder- und Jugendtelefon «Nummer gegen Kummer» aus Wuppertal.

Die richtige Zimmerverteilung : Die Verteilung der Zimmer geht auf der Klassenfahrt selten reibungslos über die Bühne. «Auch auf meiner letzten Fahrt gab es nach der Ankunft gleich Streit», erinnert sich Steffi. Damit möglichst alle zufrieden sind, sollte zunächst versucht werden, die Zimmerfrage untereinander zu klären. «Ansonsten kann es passieren, dass - wie bei uns - der Lehrer irgendwann dazu kommt und die Zimmerbelegung auswürfeln lässt.»

Mobbing von Mitschülern : Durch eine Peinlichkeit oder eine unerwartete Situation kann es auf der Klassenfahrt passieren, dass einen irgendwelche Mitschüler auf dem Kieker haben - oder vielleicht sogar mobben. «Bei einer blöden Bemerkung muss natürlich noch nichts unternommen werden, denn da reicht es meist einen passenden Spruch zurückzugeben», sagt Beraterin Friese. «Wenn aber immer wieder dieselben Schüler anfangen zu mobben und mit System vorgehen, sollte nicht lange abgewartet werden.» Am besten wehrt man sich sofort und schaltet den Lehrer oder eine Begleitperson ein - auch wenn andere einen dann als Petze sehen.

Ausflüge boykottieren : Auf einer Klassenfahrt gibt es immer volles Programm. Das kann schnell langweilig werden. «Sich heimlich abseilen ist allerdings in der Regel nicht erlaubt, weil der Lehrer die Aufsichtspflicht hat», erklärt Diplompsychologin Raffauf. Dann ist es sinnvoller, sich mit ein paar anderen zusammenzutun und dem Lehrer Alternativen vorzuschlagen.

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Autor
Sascha Rettig, dpa
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    8. Juni 2011, 09:25 Uhr
    Aktualisiert:
    5. Dezember 2013, 17:15 Uhr