Erfrischendes Nass: Schweiz präsentiert sich als «Land des Wassers»

Zürich Immer wieder Berge, Wälder, Wiesen und Kühe - das kann selbst Schweizern zu viel werden. Für diesen Sommer setzt die Reisebranche der Alpenrepublik auf erfrischendes Nass.

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  • Mit einem echten Meer kann die Schweiz nicht aufwarten. Trotzdem wirbt die Alpenrepublik mit Attraktionen rund ums Wasser - hier der Taellisee im Wallis. Foto: swiss-image.ch/Christof Sonderegger

    Mit einem echten Meer kann die Schweiz nicht aufwarten. Trotzdem wirbt die Alpenrepublik mit Attraktionen rund ums Wasser - hier der Taellisee im Wallis. Foto: swiss-image.ch/Christof Sonderegger Foto: dpa

  • Mit eigener Kraft die Schweizer Gewässer erkunden - mit dem Tretboot geht es zum Beispiel über den Zürichsee. Foto: swiss-image.ch/Castelberg & Haas

    Mit eigener Kraft die Schweizer Gewässer erkunden - mit dem Tretboot geht es zum Beispiel über den Zürichsee. Foto: swiss-image.ch/Castelberg & Haas Foto: dpa

  • Der Rheinfall bei Schaffhausen ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten in der Schweiz. Foto: swiss-image.ch/Christof Sonderegger

    Der Rheinfall bei Schaffhausen ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten in der Schweiz. Foto: swiss-image.ch/Christof Sonderegger Foto: dpa

Schneebedeckte Gipfel, Kuhkämpfe, Heidi und Alphörner. «Wenn Sie an die Schweiz denken», sagt Tourismus-Direktor Jürg Schmid, «dann denken Sie an vieles, aber nicht zuerst ans Wasser.» Das soll sich ändern. Schließlich sei die Alpenrepublik mit ihren mehr als 7000 Seen, 65 300 Kilometern Fluss- und Bachläufen sowie 122 Gletschern doch eigentlich das «natürliche Wasserschloss Europas».

Für 2012 hat Schweiz Tourismus das Themenjahr «Land des Wassers» ausgerufen. Mehrere Millionen Franken lassen sich die Eidgenossen das damit verbundene Marketing kosten. Die Angebote sind umfassend: Websites und Broschüren weisen die Wege und Verkehrsmittel zu Wasserzielen und geben Empfehlungen für jeweils naheliegende Erlebnis- und Übernachtungsmöglichkeiten - von Schlafplätzen an rauschenden Bergbächen bis zu Fünf-Sterne-Häusern an Rhein und Rhone.

Viele der 26 Schweizer Kantone beteiligen sich und stellen ihre jeweiligen Wasserschätze vor. Allein Graubünden hat 615 Bade- und Bergseen sowie etliche Thermal- und Wellnessbäder zu bieten. Und weil der Alpenkanton im Südosten der Schweiz die Heimat des Rheins ist, spielt er im Wasserjahr eine besondere Rolle: Der Graubündener Extremsportler Ernst Bromeis durchschwimmt als erster Mensch den rund 1230 Kilometer langen Rhein in knapp 30 Tagesetappen von der Quelle am Tomasee bis zur Mündung des Stroms bei Rotterdam.

«Den Plan dazu hatte ich schon lange», sagte Bromeis. «Jetzt bietet sich durch das Schweizer Wasserjahr eine gute Gelegenheit, um mit meiner Aktion 'Das blaue Wunder' darauf aufmerksam zu machen, wie wertvoll und schützenswert Wasserressourcen für uns Menschen sind.»

Selbst wer ein ganzes Jahr Urlaub machen könnte, würde es kaum schaffen, alle Wasserziele der Schweiz halbwegs gründlich zu erkunden. Es empfiehlt sich eine Vorauswahl - zum Beispiel mit Hilfe der auch als Website verfügbaren Broschüre «Übernachten am Wasser». Das Spektrum reicht von atemberaubend teuren Edeletablissements bis zu Jugendherbergen, die in der Schweiz oft auch sehr ordentliche Zwei-Bett und Familienzimmer bieten.

Dass Schweiz Tourismus auch zahlreiche günstige Angebote auflistet - und zudem parallel eine Sonderaktion «Preiswerte Hotels» mit Discountpreisen gestartet hat - hängt mit der enormen Stärke des Franken gegenüber dem Euro als Folge der europäischen Schuldenkrise zusammen. Im vergangenen Jahr ging die Zahl der Touristen aus dem Euroland schon spürbar zurück. Am Reiz und an der Schönheit der Schweizer Wasserziele ändert das freilich nichts.

Rund um das Themenjahr gibt es auch mehrere Veranstaltungen. So lädt Sitterdorf am 13. Mai zu einem Floßrennen, ums Rudern dreht sich alles am 25. bis 27. Mai in Luzern und am 2. Juni in Sarnen, die Surf Classics gehen vom 11. bis 13. Mai in Murten über die Bühne.

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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    20. April 2012, 18:28 Uhr
    Aktualisiert:
    25. April 2012, 17:24 Uhr