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Auto und Verkehr
03.02.2012 10:24 Uhr
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Gebrauchtwagen-Check: Der Kia Rio

Berlin Der Kia Rio kam im Jahr 2000 als Kompaktwagen auf den europäischen Markt. Fünf Jahre wurde der Nachfolger angepriesen - allerdings als Kleinwagen. Dem ADAC ist der Rio bis 2008 vor allem wegen der häufigen Batterieausfälle aufgefallen.(dpa/tmn)

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Ab 2008 ging es bergauf: Seit diesem Baujahr wurde die recht anfällige Elektrik des Kia Rio laut ADAC immer besser. (Foto: Kia) (Foto: dpa)

Deutlicher kann man in der verklausulierten Werbesprache der Autohersteller enttäuschte Erwartungen nicht eingestehen: Als Kia 2005 die zweite Generation des Rio auf den europäischen Markt brachte, hieß es, das Modell habe «das konservative Styling seines Vorgängers abgelegt» und solle Schichten intelligenter und aufgeschlossener Käufer erschließen. Ein einheitlicheres Bild gab der koreanische Wagen über die Generationen hinweg bei der Pannenanfälligkeit ab. Bis zum Baujahr 2008 sei der Rio mit «eher rudimentärer Elektrik» ausgestattet worden, was zu häufigen Batterieausfällen geführt habe, so der ADAC.

Wegen der insgesamt geringen Zulassungszahlen finden die Mängel des Koreaners zwar keinen Zugang in die Pannenstatistik des Automobilclubs, doch mit typischen Defekten fiel der Rio dennoch auf. Dazu gehören defekte Anlasser und ausgehängte Scheibenwischergestänge bei im Jahr 2000 gefertigten Fahrzeugen sowie defekte Zündkerzen (2006 und 2007). Beim TÜV machten sich Exemplare von 2003 und 2004 mit Rost an Motorhaube und Schiebedach bemerkbar. Bei Motoren und Getrieben gab es dagegen laut TÜV wenig Beschwerden, allerdings ließ die Verarbeitungsqualität oft zu wünschen übrig.

Auf den europäischen Markt kam der Rio 2000 in der Kompaktklasse. Bis 2002 war auch eine Stufenheckvariante im Angebot. Als 2005 der Nachfolger zu den Händlern kam, war der Rio um entscheidende 25 Zentimeter unter die Vier-Meter-Marke in der Länge geschrumpft und fährt seitdem im sogenannten B-Segment gegen Konkurrenten wie VW Polo, Opel Corsa oder Ford Fiesta. Beim Kofferraumvolumen punktet der Kleinwagen mit mindestens 272 Litern, beim Thema Sicherheit sind zwar sechs serienmäßige Airbags zu verzeichnen, ESP dagegen war lange nicht bestellbar. Seit 2011 gibt es die dritte Generation zu kaufen, seit kurzem auch wieder als Dreitürer.

Motorenseitig war die Auswahl zwar nie sonderlich groß beim Rio, allerdings sind Diesel verfügbar, was in der Kleinwagenklasse keine Selbstverständlichkeit ist. Bis zum Ende der zweiten Generation wurden stets Reihenvierzylinder angeboten, deren Leistungsspanne sich bei den Benzinern von 55 kW/75 PS bis 82 kW/112 PS erstreckt. Der zunächst einzige verfügbare Selbstzünder leistet 81 kW/110 PS. Die aktuelle Modellgeneration fährt mit zwei verschiedenen Dieseln, die 66 kW/90 PS und 55 kW/75 PS leisten.

Wer sich für einen gebrauchten Diesel interessiert, muss laut Schwacke-Liste für einen Rio 1.5 CRDi DPF Spirit von 2010 rund 9500 Euro einplanen. Solch ein Fahrzeug ist im Schnitt 35 000 Kilometer gefahren worden. Als Benziner aus dem gleichen Jahr steht der Rio 1.6 Spirit mit 82 kW/112 PS bei einer Laufleistung von durchschnittlich 21 000 Kilometern mit 9300 Euro in der Preissammlung. Rund 3350 Euro kostet noch ein Rio 1.3 RS mit 60 kW/82 PS von 2005, der durchschnittlich 81 000 Kilometern auf dem Tacho hat.

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