Übersicht: Diese Kohlsorten können Sie im Winter genießen
REMAGEN Es gibt ihn in Rot, Grün, Weiß und sogar in Rosenform: Kohl. In der kalten Jahreszeit kommt das Gemüse häufig auf den Tisch. Wie man die unterschiedlichen Sorten richtig zubereitet und zu was für Gerichten welcher Kohl am besten schmeckt, ein Überblick:
Ein Küchenklassiker auf dem Teller: Rosenkohl ist eine typische Beilage zu Fleisch und Salzkartoffeln. (Foto: dpa)
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Weißkohl ist die Kohlsorte, die in Deutschland am meisten angebaut wird. Wie Rotkohl lässt er sich roh und gegart genießen. Auch Grün- und Rosenkohl dürfen auf dem herbstlichen Speiseplan nicht fehlen. Die Vielfalt ist groß.
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Weißkohl : Am meisten wird laut Jochen Winkhoff von der Fachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse Weißkohl angebaut. «Ein einzelner Kopf ist fußballgroß, kann aber auch die Größe eines Basketballs erreichen und wird für verschiedene Speisen verwendet», sagt er. Weißkrautsalat, Kohlrouladen oder Sauerkraut sind Beispiele. «Man kann beim Weißkohl zwar alles essen», ergänzt der Koch Carsten Dorhs aus Remagen. «Doch besser ist, den Strunk vor dem Kochen herauszuschneiden.» Denn werden Blätter und Strunk miteinander gegart, könne es passieren, dass die Blätter schon gar, der Strunk aber noch fest sei. Gegart passe Weißkohl dann aber gut zu Wild oder Fisch oder als Gemüseeinlage bei asiatischen Gerichten aus dem Wok.
Rotkohl : Rotkohl schmecke etwas bitterer als Weißkohl, was an den Farbstoffen liege, erklärt Winkhoff. Diese Anthocyane geben dem Kohl aber nicht nur seine rötliche, teilweise lila Farbe, sondern haben laut Winkhoff eine gesundheitliche Wirkung: «Sie helfen auch bei der Bluterneuerung.» Dorhs empfiehlt zum Beispiel, ihn für eine Rotkohlsuppe verwenden oder ebenfalls roh wie in einem Salat essen.

Grünkohl wird meist nach dem ersten Frost geerntet, weil er erst dann besonders gut schmecken soll. Christian Pielken von der Obst-, Gemüsebau- und Absatzgenossenschaft in Soest sagt jedoch, dass das mit Frost an sich wenig zu tun hat. «Je länger der Grünkohl auf dem Feld ist, desto mehr Stärke wird in Zucker umgewandelt, weswegen der Kohl dann weniger bitter, dafür etwas süßer im Geschmack ist.»
Rosenkohl : Rosenkohl hingegen ist deutlich kleiner. «Er wächst an einem Strunk in die Höhe und wird etwa taubeneigroß», sagt Winkhoff. Er schmecke nicht jedem. «Er hat einen sehr eigenen Geschmack, den vor allem Kinder oft nicht mögen.» Gekocht werden entweder die Röschen oder man löst die Blätter alle ab und gart diese einzeln. «Da muss man aber aufpassen, weil die Blätter nur etwa eine halbe Minute ins köchelnde Wasser dürfen», sagt Dorhs. «Wer sie danach kurz mit Butter, Muskat, Salz und Pfeffer anbrät, bekommt eine Beilage, die nicht nur gut schmeckt, sondern auch elegant angerichtet werden kann.» Die findet dann vielleicht auch bei Kohl-Skeptikern Gefallen.
Trotz ihrer Unterschiede haben verschiedene Kohlsorten auch einige Gemeinsamkeiten. «Viele Kohlsorten haben zum Beispiel einen hohen Vitamin C-Gehalt, enthalten mehrere Mineralstoffe und sind ballaststoffreich - also gut für die Verdauung», sagt Christian Pielken von der Obst-, Gemüsebau- und Absatzgenossenschaft in Soest. Dabei sei es jedoch wichtig, den Kohl nicht bei großer Hitze zu kochen, sondern eher köcheln zu lassen. «So bleiben die Vitamine und die Ballaststoffe erhalten.»












