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Medienhaus Lensing
12.11.2009 19:12 Uhr
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Motivationstipps: Persönlichkeitstrainer Jörg Löhr über Spaß und Selbstdisziplin

DORTMUND Das Problem ist jedes Jahr dasselbe: Wird es draußen kalt und ungemütlich, scheuen sich die meisten Menschen, etwas für ihre Gesundheit zu machen.Vielen fällt es schwer, sich immer wieder neu zu motivieren. Wie man es trotzdem schaffen kann, erklärt Motivationstrainer Jörg Löhr (48) im Gespräch mit Claudia Weiss. Ruhr Nachrichten

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Gut zum Energie tanken: Bewegung an der frischen Luft. (Foto: dpa)

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Wie und wo tanken Sie selbst Ihre Energie?
Löhr: Zunächst habe ich das große Glück, eine sehr intakte Familie zu haben. Dann muss man sich schon systematisch mit dem Thema „Energie“ auseinander setzen, auch hinsichtlich Bewegung und Ernährung, darauf achte ich sehr. So bin ich auch zum Beispiel vier, fünf Mal pro Woche im Dauerlauf unterwegs.

Man sieht es.
Löhr: Dankeschön. Ganz wichtig ist dabei übrigens auch der Spaß-Faktor …

Erfolg kann man also lernen?
Löhr: Wenn man sich das Stichwort „Erfolg“ im Lexikon anschaut, dann steht da „das Erreichen von persönlichen Zielen“, und dafür gibt es Tipps: Was ist entscheidend für den Erfolg? Was ist wichtig auch in Sachen persönliche Kompetenz? Insofern kann man eine Menge machen. Die Basis vielleicht: Man muss schon das richtige Spielfeld gefunden haben, um dann seine eigenen Stärken zu stärken.

Wie finde ich meine Stärken?
Löhr: Es gibt drei Möglichkeiten – die eine ist das Selbstbild: Wie sehe ich mich selber? Die zweite das Fremdbild: Wie sehen mich andere? Und wenn Fremd- und Selbstbild miteinander übereinstimmen, hat man einen sehr guten Hinweis darauf, wo die Stärken liegen. Wenn das nicht der Fall ist, sollte man einen fundierten, validierten Test bemühen, der weitere Indizien geben kann.

Bald feiern wir schon wieder Sylvester, nur um kurz darauf alle guten Vorsätze wieder über den Haufen zu werfen. Gibt es ein Gegenmittel?
Löhr: Ganz wichtig: Ich muss mir erstmal Gedanken machen, wo geht die Reise hin? Ich brauche dieses klare Ziel-Foto! Hierbei sollte man seine eigenen Werte zu Rate ziehen – was sind meine persönlichen Überzeugungen? Und wenn meine Ziele mit meinen Werten in Einklang sind, dann entwickle ich einen Aktionsplan: Was sind die Dinge, die ich als einmalige Maßnahmen machen muss? Was sind die, die permanent getan werden müssen? Und sobald ich einen Aktionsplan habe, sollte ich die 72-Regel in Angriff nehmen: Alles was wir innerhalb von 72 Stunden nach einem Beschluss ins Handeln bringen, hat eine über neunzigprozentige Wahrscheinlichkeit der Umsetzung!

Wie retten Sie sich über Durststrecken?
Löhr: Für mich ist es wichtig, dass man akzeptiert: Nicht jeder Tag ist Sonnenschein. Es gibt Tage, da ist man schlechter drauf – aber man muss die persönlichen Knöpfe finden, mit denen man in einen anderen Zustand kommt.

Wie wichtig ist Disziplin?

Löhr: Selbstdisziplin ist eines der großen Erfolgsgeheimnisse. Steffi Graf hat einmal sehr treffend gesagt: „Es gibt viele Menschen, die ein ähnliches Talent haben, aber nur wenige, die die dazu nötige Selbstdisziplin aufbringen.“

Welche weiteren Merkmale zeichnen Siegertypen aus?

Löhr: Wenn wir Siegertypen analysieren, haben sie ein klares Zielfoto. Dann bringen sie die erwähnte nötige Disziplin auf. Dann sind es Menschen, die das, was sie machen, gerne tun. Man spürt ihr Herzblut.

Und last but not least…?
Löhr: Man muss einfach herausfinden, wofür man brennt! Was einem Freude macht! Ich habe meinen Part zum Beispiel im Seminarwesen gefunden: Ich spiele bei allen Seminaren immer voll aus, aber man bekommt noch mehr Energie zurück, als man selbst investiert hat. Ähnlich wie in der Liebe.


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