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16.12.2009 17:15 Uhr
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Expertenrat: Demenz - Und wie geht es nun weiter?

NRW Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit und Orientierungsschwierigkeiten können Anzeichen für eine Demenzerkrankung sein. Stellt ein Arzt diese Diagnose, fühlen sich Betroffene und Angehörige überfordert.Ruhr Nachrichten

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Für unsere Telefonaktion haben die Experten Axel Spenner (Neurologe und Psychiater), Bert Schulz (Pflegeexperte vom Demenz-Servicezentrum), Andrea Kleinbreuer (Techniker Krankenkasse) und Dr. Tilman Fey (Chefarzt der Gerontopsychiatrie) Leserfragen beantwortet.

Woran erkenne ich eine Demenzerkrankung?
Die Symptome sind vielfältig und im frühen Stadium schwer von einer „gutartigen Vergesslichkeit“ im Alter zu unterscheiden. „Entscheidend ist die Entwicklung, also ob sich der Zustand schleichend, aber konstant verschlechtert“, erklärt Axel Spenner.

Wie wird eine Demenz diagnostiziert?
Der Weg beginnt beim Hausarzt. Der überweist seinen Patienten bei Verdacht auf eine Demenzerkrankung dann an einen Neurologen oder Psychiater. Es folgen Gespräche mit dem Betroffenen und mit Angehörigen. Anschließend durchläuft der Patient in der Regel eine testpsychologische Untersuchung – hier kommt ein standardisierter Fragebogen zum Einsatz. Je nach Fall wendet der Arzt noch andere Verfahren an.

Welche Formen von Demenz gibt es?
Zwei Drittel der Erkrankten leiden unter Alzheimer, erklärt Axel Spenner. Die vaskuläre Demenz – sie wird durch Durchblutungsstörungen im Gehirn ausgelöst – ist die zweithäufigste Form.

Kann ich der Krankheit vorbeugen?
Wichtigster Risikofaktor ist das Alter. So hat etwa ein Drittel der Über-90-Jährigen Demenz. „Grundsätzlich ist es gut, sich geistig und körperlich fit zu halten“, so Fey. Eine vitaminreiche und auch mediterrane Ernährung kann vorbeugend wirken.

Wer hilft bei der Pflege?
Angehörige sollten sich nicht zu viel zumuten und Hilfe in Anspruch nehmen wie beispielsweise Pflegedienste. Bei der Krankenkasse kann in einem frühen Stadium auch die Pflegestufe 0 beantragt werden – das sind zweckgebundene 100 Euro.

Wie verhalte ich mich als Angehöriger?
Wichtige sei es, erklärt Bert Schulz, dass man nicht die Defizite des Erkrankten fokussiert. Gereizte Aussagen wie „Das habe ich Dir schon drei Mal gesagt“ mache alle nur unglücklich.

Wie verändert sich die Persönlichkeit eines Erkrankten?
„Nach und nach fällt die Lernfähigkeit weg“, sagt Fey. Der Erkrankte kann sich keine neuen Sachen mehr merken. Auch visuelle Fähigkeiten gehen verloren.



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