http://ad.de.doubleclick.net#oms.halterner-zeitung.de#local_special_2#dcopt=ist;#1701636147#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.halterner-zeitung.de#local_special_2##1144084240#120#600#3
Medienhaus Lensing
10.01.2012 09:21 Uhr
Schriftgröße: A A A

Wintersport im Zillertal: Harakiri und Après-Ski

Mayrhofen/Kaltenbach Österreichs steilste Skipiste, Dutzende von Après-Ski-Bars und 668 Pistenkilometer - das finden Wintersportler im Zillertal. Auf und abseits der Pisten ist dort viel los. Dennoch gibt es in dem Tiroler Tal bis heute einige ruhige Ecken.Von Marina Leunig, dpa

«
1/8
»

Die «Harakiri» ist mit 78 Prozent Gefälle die steilste Piste Österreichs und lässt selbst die Knie routinierter Wintersportler weich werden. (Foto: Mayrhofen Bergbahnen) (Foto: dpa)

Mit der ersten Gondel lässt der Wintersportler den dichten Nebel des Tals hinter sich. Imposant recken sich das Öfelerjoch und der Gedrechter auf über 2300 Meter dem tiefblauen Himmel entgegen. Man blinzelt in die gleißende Sonne. Die frisch präparierten Pisten des Hochzillertaler Skigebiets fühlen sich gut an unter den Brettern. Die ersten Schwünge des Jahres sind die schönsten.

Das Zillertal liegt in Tirol, 55 Dreitausender säumen es. Wer die Menschen hier kennenlernt, hat den Eindruck, dass harte Arbeit glücklich machen kann. Menschen wie der Zillertaler Hans Kammerlander prägen ein Tal, das bis in die 1980er Jahre hinein hauptsächlich von Landwirtschaft und Sommertourismus lebte. Der 84-Jährige war fast 20 Jahre lang Bürgermeister der 800-Seelen-Gemeinde Gerlos und baute dort einen der ersten Skilifte.

Sechs Skigebiete

Sechs Skigebiete mit 94 Kilometern schwarzen, 398 Kilometern roten und 175 Kilometern blauen Abfahrten erwarten die Winterurlauber heute. Sie haben die Wahl zwischen Fügen und Hochfügen , dem Hochzillertal , der Zillertal Arena , Penken und Ahorn sowie dem Gebiet rund um den Hintertuxer Gletscher . Breite Abfahrten mit Rundum-Panoramablick für Familien und Anfänger wechseln sich mit steilen und engen Passagen ab. In einer Urlaubswoche ist das Zillertal kaum ganz zu erkunden.

1967 baute Hans Kammerlander, damals Vizebürgermeister, den ersten Doppelsessellift am Isskogel im Gerlostal. «Wir wollten zum Skifahren halt bequemer den Berg hochkommen.» Kurz darauf folgten andere seinem Beispiel und erbauten Skilifte in Zell am Ziller und in Kaltenbach . Aber erst ab den 1980er Jahren haben immer mehr Urlauber in den Wintermonaten das Zillertal besucht.

Freeriden ist neuer Trend

Heutzutage bringen 172 Lifte die Sportler den Berg hinauf. Viele von ihnen fahren am liebsten abseits der Piste wieder hinunter. Das Freeriden entwickelte sich in den vergangenen Jahren zum großen Trend. Für Freerider sei das Skigebiet Hochfügen perfekt, sagt Ski- und Bergführer Georg Fankhauser. Wer mit dem Wedelexpress am Gipfel ankommt, wird mit grandiosen Ausblicken auf das Tiefschneegebiet belohnt. Mit kräftigen Schwüngen geht es durch Puderzucker-Schnee hinab ins Tal.

Freerider finden auch am Isskogel unberührte Tiefschneehänge. Von der Station geht es den breiten Bergrücken parallel zum Sessellift hinauf, bis sich das Gipfelkreuz imposant vor einem aufbaut. Die Hänge führen in lichte Wälder, vorbei an der Krummbachrast hinab ins Tal. Für weniger Wagemutige gibt es rund 166 Pistenkilometer.

Entspannte Abfahrten am Rand der Zillertal Arena

Von der Gerlosplatte am Rand der Zillertal Arena und rund um Königsleiten laden blaue Pisten zum Carven ein - Familien und Anfänger fahren hier entspannt ab. Die Augen der Kinder leuchten, wenn sie in ihren knallgelben oder pinken Leibchen als «Liftkäfer» und «Schizwerg» im Pflug die Pisten hinabrutschen.

Das stille 2100-Einwohner-Örtchen Stumm liegt verschlafen inmitten des Tals. «Ich hab es gerne ruhiger», sagt Fankhauser. Beschaulichkeit finden gestresste Großstädter auf dem «schönsten Dorfplatz Tirols» mit der kleinen Dorfkirche, dem Schloss und vielen urigen Wirtshäusern. Après-Ski-Partys sucht man hier vergeblich.

Ruhe in Hippach

Umgeben von den Zillertaler, den Tuxer und den Kitzbühler Alpen liegt die Ortschaft Hippach ein paar Kilometer weiter ins Tal hinein. Urlauber spazieren an kleinen Geschäften vorbei und bekommen ansonsten vor allem eines: Ruhe.

Wer statt Muße und Beschaulichkeit Spaß und Party sucht, ist im Skigebiet Penken bei Mayrhofen gut aufgehoben. Bunte Leuchtreklamen weisen den Weg - «Après Ski hier» steht an den Häuserfronten in roten Lettern geschrieben. Englische, holländische und polnische Wortfetzen dringen ins Ohr, während alles auf die Gondel wartet. Es ist laut und voll. Die Mayrhofner Bergbahnen befördern laut eigenen Angaben mehr als 40 000 Wintersportler pro Stunde den Berg hinauf.

Volle Pisten im Skigebiet Penken

Weil das Skigebiet Penken sowohl von Mayrhofen als auch von Hippach und Finkenberg angefahren werden kann, sind die Pisten entsprechend voll. Die «Harakiri» ist mit 78 Prozent Gefälle die steilste Piste Österreichs und lässt selbst die Knie routinierter Wintersportler weich werden. Snowboarder und Freeskier toben sich im Vans Penken Funpark aus.

Auf dem Ahorn - ebenfalls von Mayrhofen erreichbar - geht es gemütlicher zu. Wer hier über die breiten Pisten fährt, spürt, warum dieser Berg «Genießerberg» genannt wird. Wer noch höher hinaus will, fährt ins Gletschergebiet Hintertux. Trotz blauer Pistenmarkierungen brauchen Skifahrer in diesem Gebiet ein wenig Übung.

Moderne und Tradition

Moderner Wintertourismus und alte Traditionen scheinen sich im Zillertal nicht auszuschließen. Es sei ein Tal mit viel Landwirtschaft geblieben, sagt Hans Kammerlander. «Der Tourismus hat uns eigentlich nur Wohlstand gebracht.» Einziger Nachteil sei die Umweltbelastung durch die Autos. «Und die älteren Stammgäste sagen, es ist nicht mehr so gemütlich, wie es einmal war.»

Anreise: Das Zillertal hat einen eigenen Autobahnanschluss am Taleingang. Drei internationale Flughäfen liegen in der Nähe: Innsbruck (50 Kilometer entfernt), Salzburg (150 Kilometer) und München (170 Kilometer). Durch die Zillertalbahn ist das Tal an den internationalen Bahnverkehr angebunden.

Reisezeit: Die offizielle Wintersaison 2011/12 hat am 3. Dezember 2011 begonnen und endet am 15. April 2012.

Preise: Der Zillertaler SuperSkipass ist in allen Skigebieten im Zillertal gültig und kostet Erwachsene für sieben Tage 232 Euro. Tagesskipässe gelten für das jeweilige Skigebiet und kosten 42 Euro. Ein großes Mittagessen auf der Hütte mit einem Glas Wein und einem Kaffee ist für etwa 20 Euro zu haben. Ein kleines Bier kostet rund 2,80 Euro. Die Preise für Übernachtungen hängen von der Hotelkategorie und dem Zeitpunkt des Aufenthalts ab.

Attraktionen abseits der Piste: Im Gletschergebiet Hintertux liegt der Natur Eis Palast, eine begehbare Gletscherspalte. Romantisch im Eis übernachtet man im Igludorf «White Lounge» auf dem Ahorn.

Informationen: Zillertal Tourismus, Bundesstraße 27d, A-6262 Schlitters, Telefon: +43 5288 87 187, E-Mail: holiday@zillertal.at; Tirol Info, Maria-Theresien-Straße 55, A-6010 Innsbruck, Telefon: +43 512 72 72 0, E-Mail: info@tirol.at



Promotion

Ferienregion Emsland kommt nach Dortmund

Die Urlaubsexperten aus dem Emsland präsentieren ihre Region am Mittwoch, 23.  mehr...

Bestellservice

1

Die neuen Reisekataloge sind da - jetzt kostenlos anfordern!

Sie möchten in Urlaub fahren und wissen noch nicht, wohin? Bitte kreuzen Sie an, welche Kataloge Sie erhalten wollen und senden Sie das Formular ab. Die Kataloge werden Ihnen kostenlos zugesendet. mehr...

Nackt und plauderfreudig

2

So sind wir Deutschen beim Strandurlaub

Sandburgen bauen, schwimmen, plaudern - die Deutschen sind laut einer Umfrage ganz schön aktiv im Strandurlaub. Foto: Malte Christians

München Von wegen verklemmt: Die Deutschen sind im Strandurlaub gern nackt. Rund 15 Prozent haben sich am Strand schon hüllenlos gesonnt, ergab eine aktuelle Studie des Online-Reiseportals Expedia.de. mehr...

3

Urlaubsland Bulgarien führt strenges Rauchverbot ein

Touristen schätzen Bulgarien als günstiges Urlaubsland mit Strand und Meer. Für die Raucher unter ihnen dürfte der Aufenthalt bald etwas umständlicher werden. Foto: Scholz/Archiv

Sofia (dpa) Nebel lichtet sich über dem Schwarzen Meer: In einer der eifrigsten Rauchernationen Europas soll der Qualm bald aus Restaurants und Cafés verschwinden. Dem Staat werden die Raucherkrankheiten zu teuer. mehr...

4

Lebensgefühl unter Kastanien: Münchner Biergärten

Am Viktualienmarkt kommt jeder Besucher Münchens fast zwangsläufig vorbei und ist daher auch bei Touristen höchst angesagt. Foto: Michael Nagy/Presseamt München

München (dpa/tmn) Seit 200 Jahren trinken die Münchner ihre kühle Maß Bier im Sommer unter Kastanien. Für Zugereiste befremdlich: Die Brotzeit kann der Gast in den Biergärten bis heute selbst mitbringen. mehr...

5

Moskau wirkt trotz der Ferne erstaunlich vertraut

Der Glockenturm «Iwan der Große» im Kreml lässt sich leider nicht besichtigen: Viele Gebäude im russischen Regierungssitz sind für Touristen gesperrt. (Bild: Frey/dpa/tmn)

Moskau (dpa/tmn) Das F sieht aus wie ein Strich mit zwei Ohren. Das H steht für N, das P für ein gerolltes R. Daran muss man sich in Moskau gewöhnen. Ohne zumindest minimale Kyrillisch-Kenntnisse wird die Orientierung schwierig. mehr...

Das Reisemagazin
Aktuell
Romantischer Hüttenurlaub zu gewinnen, Plus: Südtirol kostenlos erkunden und fünf Gründe für Melbourne ...
http://ad.de.doubleclick.net#oms.halterner-zeitung.de#travel##1815000471#300#250#4
http://ad.de.doubleclick.net#oms.halterner-zeitung.de#travel##239825976#350#125#12
Die schönsten Routen
Sonnencreme nicht vergessen! Sonst kann einem eine kurze Rast schnell zum Verhängnis werden: Böses Erwachen am Abend, wenn der Sonnenbrand schmerzt.

Radfahren

Diese Touren zwischen Münsterland und Revier machen richtig viel Spaß. mehr...

Reiseplanung
"Surfend" an den Pool: wer den Urlaub online bucht, sollte auf Nummer sicher gehen.

Urlaub online buchen

Per Mausklick verreisen - Klingt einfach und verlockend. Darauf sollte man achten. mehr...

Tipps für den Kauf
Schwungvoll durchstarten: Mit einem Elektrofahrrad.

Mit einem E-Bike radelt es sich leichter

Wer auf dem E-Bike radelt, hat mehr Schwung. Worauf Sie beim Kauf achten müssen. mehr...

Quiz
Der Louvre in Paris zeigt Neoklassizismus.

Sind Sie fit für die Städtetour?

Wo steht der Louvre, welche Schätze gibt es in Rom zu sehen? Machen Sie den Test. mehr...

Online-Sonderveröffentlichungen

Radfahren und Wandern

Die Auswahl an attraktiven Wander- und Radrouten ist groß. Wie wäre es mit dem Eifelsteig, dem Hünenweg oder Cochem an der Mosel? mehr...

Urlaubstipps zu Pfingsten

Schattenspendende Wälder neben goldgelben Feldern, intensiv leuchtende Heideflächen grenzen an blassgelbe Sanddünen: Eine Reise auf dem Geest-Radweg ist ein unvergessliches Naturerlebnis für alle Sinne. Schnell entfalten sich Ruhe und romantische Idylle, die jeden in ihren Bann ziehen. mehr...

Mosel / Saar

Bis Anfang Juni präsentiert die Mosel WeinKulturZeit zwischen Saarburg und Koblenz viele besondere Weinerlebnisse: Vom aktiven Erkunden der Weinkulturlandschaft mit Winzern und Kultur- und Weinbotschaftern bis hin zur Kombination von Kunst, Literatur, Comedy oder Musik mit Weingenuss und Kulinarischem. mehr...

Kurz und weg

Die Flüsse Saar und Mosel prägen ein einzigartiges Landschaftsbild im Südwesten Deutschlands. Rund um Konz, am Zusammenfluss von Saar und Mosel, befindet ein dichtes und ebenes Radwegenetz. mehr...

Top-Links
Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
RuhrNachrichten.de | MuensterscheZeitung.de | DorstenerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de