Tipp: warm einpacken: Ahauser trotzen der sibirischen Kälte
AHAUS Minus zwölf Grad: Auch in Ahaus fiel das Thermometer in der Nacht zu Freitag in den zweistelligen Minusbereich. Vorerst ist auch nicht mit einem Wetterumschwung zu rechnen. Gegen die sibirischen Temperaturen wappnen sich die Ahauser mit den unterschiedlichsten Mitteln.
Mit rosa Mütze und pinkfarbenen Schal macht die eisige Kälte Jessika (4) und ihrer Schwester Jana (5) nichts aus. (Foto: Sylvia Lüttich-Gür)
Wie lässt sich die Kälte am besten ertragen? Mit möglichst wetterfester Kleidung tragen, wie viele Ahauser sagen – egal, ob sie nun im Schlossgarten spazieren gehen oder wie Daniel Büscherfeld von der Stadtreinigung draußen arbeiten müssen. Er setzt nicht allein auf die wärmende orange Jacke, sondern beherzigt noch ein Prinzip: „Immer in Bewegung bleiben, dann wird es einem nicht so schnell kalt.“
Durch die Nase atmen
Das befolgen auch die Jogger des VfL-Lauftreffs – allerdings nur die geübten. Denn ausgerechnet jetzt als blutiger Anfänger mit dem Joggen anzufangen, sei nicht ratsam, meint Gisela Schniedertöns, die die Gruppe betreut. Sie rät dazu, nur langsam zu laufen, möglichst durch die Nase zu atmen und den Flüssigkeitsverlust mit dampfendem Tee auszugleichen: „Dann ist das wunderschön.“
Die tiefen Temperaturen haben bisher noch nicht zu Erfrierungen geführt, wie das St.-Marien-Krankenhaus Ahaus mitteilt. Außerdem habe es aufgrund der trockenen Kälte kaum Glatteisunfälle gegeben. Was passieren kann, wenn es über Nacht glatt wird, hatte das Team des Krankenhauses aber erst in der vergangenen Woche erlebt. Damals waren viele Autofahrer und Spaziergänger plötzlich ins Rutschen gekommen und die Mitarbeiter der chirurgischen Abteilung mussten gleich einige Patienten behandeln.
Gegen den für dieses Wochenende vorhergesagten leichten Schneefall und die damit verbundene Glättegefahr ist man beim Landesbetrieb Straßen NRW gerüstet. Allerdings werden die Straßen erst bei einer geschlossen Schneedecke gestreut, da sonst der wenige geschmolzene Schnee die Fahrbahn über Nacht in eine Eisfläche verwandeln könne, erklärt Josef Brinkhaus von der Coesfelder Niederlassung des Landesbetriebes Straßen NRW. „Sollte es viel schneien, werden wir mit allen Fahrzeugen ausrücken. Wir stehen immer in Bereitschaft“, ergänzt er.
Nicht aufs Eis wagen
Die Gewässer in und um Ahaus frieren indes nun langsam zu. Doch der Schein könne trügen, warnt Ralf Rohling vom Ahauser Ordnungsamt . Denn an vielen Stellen sei das Eis nicht tragfähig. Daher gilt: „Offiziell ist kein Gewässer freigegeben, da das Risiko einzubrechen zu hoch ist.“ Warm eingepackt mit Wollmütze und Handschuhen lassen sich die gefrorenen Gewässer auch vom festen Untergrund aus genießen – beim nächsten Winterspaziergang.

















