Blitzer werden angekündigt: Polizei geht gegen Raser in die Radar-Offensive
CASTROP-RAUXEL Die Polizei im Kreis Recklinghausen schließt sich dem Vorbild anderer Polizeibehörden an und will mehr Transparenz bei Radarmessungen zeigen. So will man der Hauptunfallursache Geschwindigkeitsüberschreitung zu Leibe rücken.
Die Polizei will künftig verstärkt gegen Raser vorgehen. (Foto: Peter Bandermann)
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Angesichts des rapiden Anstiegs der Toten und Verletzten im Straßenverkehr in NRW kündigte Innenminister Ralf Jäger jüngst eine neue Sicherheitsstrategie der Polizei an. Ziel ist es nicht nur den Anstieg zu stoppen, sondern die Zahlen deutlich zu reduzieren. Das Polizeipräsidium Recklinghausen verzeichnete im Jahr 2010 im Kreisgebiet und der Stadt Bottrop 19 getötete Verkehrsteilnehmer. Zudem wurden bei Verkehrsunfällen 416 Personen schwer verletzt. Für dieses Jahr werden ähnliche Tendenzen erwartet. Man wolle mit den neuen gezielten Kontrollen erreichen, "dass der Verkehrsteilnehmer immer und überall mit einer Geschwindigkeitsmessung rechnen muss", so Rolf Engler.
Auch Fußgänger und Radler im Visier
Im hiesigen Zuständigkeitsbereich war nahezu jeder dritte Verletzte oder getötete Verkehrsteilnehmer im Jahr 2010 ein Radfahrer oder Fußgänger. "Diesen ungeschützten Verkehrsteilnehmern fehlt oftmals die Einsicht, sie unterschätzen die Gefährlichkeit ihres Fehlverhaltens. Bei Rotlicht die Straße queren, Rad fahren ohne Beleuchtung, das Telefonieren auf dem Fahrrad oder das Fahren entgegengesetzt der Fahrtrichtung sind nur einige Verstöße von Fußgängern und Radfahrern, die zu schweren Verkehrsunfällen führen können. Auf die Ahndung dieser Regelverstöße legt die Polizei ein besonderes Augenmerk", so Rolf Engler.
















