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02.01.2013 22:49 Uhr
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Unfall auf der A 52: Geisterfahrer stammt aus Dorsten

DORSTEN Neue Erkenntnisse zum Geisterfahrer-Unfall auf der A 52 bei Dorsten: Bislang war davon die Rede, dass ein 70-jähriger Autofahrer aus Recklinghausen den Unfall verursacht haben soll. Nun hat sich herausgestellt, dass der Mann aus Dorsten stammt. Gegen ihn wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.Von Michael Klein

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Am späten Sonntagabend kam es auf der Autobahn A 52 zwischen Dorsten-Ost und Gelsenkirchen-Hassel zu einem schweren Unfall. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, drei wurden schwer verletzt. (Foto: Guido Bludau)

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Die Pressestelle der Autobahnpolizei Münster bestätigte am Mittwoch auf Anfrage die Gerüchte, die schon seit Tagen in Dorsten die Runde gemacht hatten. Warum der Dorstener auf die falsche Spur geraten war, ist immer noch unklar.

Die Polizei geht davon aus, dass der Mann versehentlich und nicht beabsichtigt auf die Gegenspur eingebogen ist. Eine Freitod-Absicht, wie sie in den vergangenen Wochen bei ähnlich schlimmen Unfällen auf bundesdeutschen Autobahnen vorgelegen hatte, sei nach Angaben eines Polizeisprechers weitestgehend auszuschließen.

Verletzungen

Der Dorstener war nach dem schweren Zusammenstoß am späten Sonntagnachmittag, der sich in Fahrtrichtung Essen auf Gelsenkirchener Stadtgebiet ereignet hatte, mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Inzwischen hat sich sein Zustand nach Angaben der Polizei gebessert und er kann nach und nach zum Unfallhergang befragt werden.Der 70-jährige Dorstener war, so viel steht bis jetzt fest, an der Anschlussstelle Hassel, Nahe Altendorf, mit seinem Wagen auf die A 52 aufgefahren. Ob er dort eigentlich in Richtung Gladbeck fahren wollte, aber die falsche Spur nahm oder in Richtung Dorsten unterwegs war und die verkehrte Auffahrt wählte, ist noch nicht bekannt.

Schulleiter

Mit seinem Wagen stieß der Dorstener nach wenigen Metern mit dem Wagen eines Ehepaares aus Münster zusammen. Wie die Münstersche Zeitung berichtet, waren die Todesopfer zwei Pädagogen: Der Mann war als Leiter eines Gymnasiums in Münster tätig, seine Ehefrau als stellvertretende Schulleiterin eines anderen Gymnasiums.

Ihr 29-jähriger Sohn saß mit im Auto und wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Er schwebt inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr.

Ermittlungen

Gegen den Dorstener wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.
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