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Yvonne und Huang haben sich angefreundet. (Foto: Schaper)
Die 16-jährige Huang Shan ist zum ersten Mal in Deutschland. Sie kommt aus Xi’an, Dortmunds Partnerstadt in China, und ist mit ihren Lehrern und Mitschülern angereist, um einen Einblick in die deutsche Kultur zu bekommen und den Unterricht an der Brackeler Partnerschule kennenzulernen.
„Unterricht viel strikter“
„In China ist der Schulunterricht sehr viel strikter“, sagt Huang und demonstriert, wie das aussieht: der Rücken kerzengerade, die Arme vor der Brust verschränkt, keine Miene darf verzogen werden.
Heimlich am Pausenbrot zu nagen oder einen Schluck Wasser zu nehmen, das wäre in China ein schwerer Verstoß. Dort ist das ganze Schulsystem rigoros durchstrukturiert.
Feierlicher Vertrag
Auch das späte Aufstehen ist Huang nicht gewohnt. In China beginnt der Unterricht bereits um 7 Uhr morgens und endet erst nach 18 Uhr. Wenn sie dann nach Hause kommt, muss sie Berge von Hausaufgaben abarbeiten – meist bis Mitternacht.
Während ihres Besuchs in Dortmund hat Huang bei der 17-jährigen Yvonne Hampel und ihrer Familie übernachtet. Tagsüber hat die deutsch-chinesische Gruppe dann verschiedene Ausflüge gemacht – in die Dortmunder Innenstadt oder zum Kölner Dom. Da die chinesischen Gäste am Freitagvormittag weiter nach München und Österreich gereist sind, gab’s am Donnerstagabend noch eine multikulturelle Abschiedsparty – mit Luftballons, Chips und lauter Musik.
Diesen Anlass haben auch GSG-Schulleiter Klaus Zielonka und sein Stellvertreter Norbert Burghaus genutzt, um gemeinsam mit ihren chinesischen Kollegen Rui Min Li und Genhong Gao einen feierlichen Vertrag zu unterschreiben: Eine Urkunde dokumentiert nun, dass die Geschwister-Scholl-Gesamtschule und die 1. Mittelschule in Xi’an offiziell Partnerschulen sind.
Kleine Freundschaft
Zwischen Yvonne und Huang hat sich in den vier Tagen übrigens eine richtige kleine Freundschaft entwickelt. „Huang ist so süß, ich will sie gar nicht mehr abgeben“, sagt Yvonne. Muss sie aber, wenn auch nicht lange: Denn schon im Oktober fahren 35 GSG-Schüler nach China. Und spätestens dann sehen sich die beiden wieder.