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Medienhaus Lensing
05.02.2012 16:39 Uhr
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Comenius-Grundschule: Projektwoche widmet sich dem fernen Brasilien

WAMBEL Schuhe putzen, Schokoladenpralinen selber machen und exotische Tänze auf die Bühne bringen. So einfallsreich zeigte sich die Comenius-Grundschule am Freitag. Die Schüler präsentierten nämlich die Ergebnisse ihrer Projektwoche „Brasilien“.Von Laura Kirchberger

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In der Projektwoche an der Körner Comenius-Grundschule ging es für die Schüler nach Brasilien. (Foto: Oliver Schaper)

Für die Schüler ging es auf eine Reise durch Brasilien. Die Projektwoche ist schon Tradition in der Schule an der Akazienstraße. Seit 2005 hat sie eine Partnerschule in Brasilien, genauer in Bacabal. Um das exotische Land in Amerika besser kennenzulernen, veranstaltete die Schule zum dritten Mal das Projekt.

Unterstützt wurden die Lehrer dabei von Bruder Augustinus vom Franziskaner-Orden. Der Mönch fliegt jedes Jahr nach Brasilien und war begeistert von den Kindern: „Sie sind sehr sensibel und offen. Es ist großartig, was die Schule auf die Beine gestellt hat.“ Schon hallte Samba-Musik durch die Aula und die Klasse 1c tanzte auf der Bühne mit bunten Masken und flatternden Bändern. „Das ist wie Karneval“, sagte Schulleiterin Mechthild Hoffmann und klatschte im Takt.

Schuhe putzen

In den Gängen der Schule drängten sich Jung und Alt an den Verkaufsständen. Besonders beliebt waren die selbst gemachten Schokoladenpralinen. Nach der ersten viertel Stunde waren schon fast alle vernascht. „Die sind so schokoladig“, schwärmte die neunjährige Fabienne mit Schokolade in den Mundwinkeln.

Die Viertklässler putzten den Besuchern die Schuhe. Die Spenden sind für die Schule in Brasilien gedacht. Auch der Erlös aus dem Quiz, bei dem eine BVB-Fahne als Hauptgewinn winkte, ist für Brasilien bestimmt. „Wir haben schon jetzt knapp 600 Euro Spenden von den Eltern“, sagte Hoffmann mit einem Glänzen in den Augen.

Im Laufe der Woche durften die Schüler entscheiden, ob das gesamte Geld nach Brasilien geht oder sie einen Teil behalten. Das Ergebnis: alles wird gespendet. Die Schulleiterin war begeistert: „Das ist der Wahnsinn.“
An insgesamt acht Projekten haben alle Schüler teilgenommen. Jedes Kind hat am Ende eine eigene Brasilienmappe zusammengestellt. Jeden Tag wurde mit Schulleiterin Hoffmann brasilianisch gekocht.

Schwarze Bohnen

Meistens stand Reis auf dem Speiseplan. Das Gericht mit schwarzen Bohnen habe komisch ausgesehen, erinnert sich Hoffmann, aber es sei nicht ein Reiskorn übrig geblieben. Brasilien gilt als das Fußballland. In diese Fußstapfen traten natürlich auch die Comenius-Schüler. In der Sporthalle wurden Tricks à la Kaka geübt. Auch der richtige Torjubel stand auf dem Programm. „Mein Jubel war cool. Den mache ich bald auch bei einem Fußballspiel“, schwärmte der zehnjährige Ricardo.

Die Projektwoche kam gut an. „Einige Schüler fanden die Woche schöner als Ferien“, so Hoffmann. Die Idee einmal über den Tellerrand zu gucken, ist geglückt, wie strahlende Kinderaugen verrieten.


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