Kein Nachrücken: Paragraf 44 schließt die Tür - TuS Eving bleibt Landesligist
DORTMUND Sekundenlang ist es still. Dimitrios Kalpakidis hat sein Handy zwar noch in der Hand. Der Spielertrainer des Fußball-Landesligisten TuS Eving-Lindenhorst spricht aber nicht. Soeben hat er erfahren, dass sein Team nicht in die Westfalenliga aufrücken wird, auch wenn der RW Ahlen in dieser Woche die Zweitvertretung aus dieser Liga zurückzieht. Kalpakidis ist sprachlos.
Großer Frust: Thorsten Dreier (r.), Fußball-Vorsitzender im TuS, versuchte, den »untröstlichen« Dimitrios Kalpakidis zu trösten (Foto: Ueberfeld)
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"Was soll das?"
Damit würde die kommende Saison der Westfalenliga 1 mit nur 17 Mannschaften gespielt. Für Dimitrios Kalpakidis ein Unding. „Es ist ein Platz in der Westfalenliga frei und wir als Endspielteilnehmer der Relegationsrunde wollen aufsteigen. Dürfen aber nicht. Was soll das?“, fragt Kalpakidis.
Berndsen stellt klar, dass Eving der freie Platz nie zugestanden hätte. „Wenn Ahlen frühzeitig sein Team zurückgezogen hätte, wäre der freie Platz an den Westfalenliga-Absteiger Borussia Emsdetten gegangen und nicht an Eving.“ Trotz des Rückschlages hat Kalpakidis immer noch nicht die Hoffnung aufgeben, im August in der Westfalenliga anzutreten. Drei Optionen sieht er. Da gebe es die beiden Klubs Rot-Weiss Essen und Bonner SC. Noch haben beide Vereine nicht die Lizenz für die NRW-Liga. Sollte ein Verein diese nicht erhalten, bliebe der VfB Hüls in der NRW-Liga, ein Platz in der Westfalenliga wäre plötzlich frei und Eving würde definitiv nachrücken.
Essen mit 2,2 Mio.-Etat
Im Fall Essen sieht es aber so aus, als wäre die Lizenz nur eine reine Formsache. Der Verein schnürte mit neuen Sponsoren einen ersten Etatentwurf für die Liga, 2,2 Millionen Euro schwer. Auch von Seiten der Bonner ist zu hören, dass sie die Auflagen allesamt erfüllen werden.
Dann bliebe Eving nur noch die Option Hüls. Der Klub aus Marl beansprucht für sich den 19. Platz in der NRW-Liga. Hüls hatte beim FLVW Beschwerde eingelegt, weil der Klub absteigen muss, da Essen und Bonn aufgrund ihrer Insolvenz den Platz wegnehmen. Der FLVW lehnte die Beschwerde ab. Hüls-Chef Horst Darmstädter hat erklärt, dass für ihn die Angelegenheit noch nicht erledigt sei. Er wolle weiter prozessieren.
Letzte Chance Hüls
Hüls´ Verbleib in der NRW-Liga scheint die letzte Chance für die Evinger zu sein, die Westfalenliga doch noch zu erreichen. Und die ist bestimmt nicht als groß zu bezeichnen. Der Name TuS Eving-Lindenhorst wird heute bei der Gruppeneinteilung der Westfalenligen definitiv fehlen.













