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Medienhaus Lensing
01.02.2012 10:56 Uhr
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Phoenix-West: Auf dem "Skywalk" 22 Meter über Hörde spazierengehen

HÖRDE Luftige 22 Meter trennen den neuen "Skywalk", zu Deutsch Höhenpfad, vom Boden. Aus dieser Höhe können Besucher bald auf die Spuren Hörder Industriegeschichte blicken. Wir zeigen, was sie sehen werden.Von Christian Stein

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NRW.Urban-Projektmanager Franz Große-Kreul weht auf dem 370 Meter langen und 22 Meter hohen "Skywalk" mächtig der Wind um die Ohren. (Foto: Christian Stein)

Mittwoch, 8.15 Uhr, die Sonne wagt an diesem klirrekalten Morgen einen scheuen Blick über den rostigen Rand des Hochofens auf Phoenix-West. Wo bis vor 14 Jahren noch das Eisen brodelte, wandeln demnächst Spaziergänger in 22 Metern Höhe auf stählernen Spuren Hörder Industriegeschichte.

Fotostrecke Spaziergang auf dem "Skywalk"



Eindrücke vom Strukturwandel

Seit mittlerweile 158 Jahren prägt der Hochofen das Hörder Stadtbild. Die Verantwortlichen, die seit einigen Jahren das Phoenix-West-Areal vom ehemaligen Industriefleck in einen hochmodernen Technologiestandort umwandeln, haben sich eine besondere Attraktion ausgedacht: den „Skywalk“, zu Deutsch „Höhenpfad“. Eine etwa 370 Meter lange Brücke, die über die frühere Gasleitung führt.
 
Besucher haben ab Ostern die Möglichkeit, bei Führungen die Eindrücke vom Strukturwandel auf Phoenix-West aus luftiger Höhe zu sammeln. 2004 kam den Projektplanern die Idee des „Skywalks“ zum ersten Mal in den Sinn. Seit letztem Sommer wird fleißig an dem Höhenpfad gewerkelt.

Vorab mussten allerdings die einzelnen Rohrteile abgenommen und die Stützen sowie das Fundament erneuert werden. So viel sei vorweg versprochen: Die Aussicht ist atemberaubend.
 
99 Treppen
 
Genau 99 Treppen liegen vor Projektmanager Franz Große-Kreul, der den "Skywalk" an diesem Morgen vorführt. Der „Skywalk“ ist über zwei Treppentürme (Phoenix-Platz und Hochofen) zu erreichen. Schwindelerregende 22 Meter trennen die Spaziergänger vom Boden. Der erste Eindruck: beeindruckend.
Aus den Hörder Kaminen steigt Rauch auf, die Sonne, die sich mehr und mehr traut, ihr Gesicht zu zeigen, spiegelt sich in den Fenstern der Clarenberg-Siedlung und auf der Wasseroberfläche des Phoenix-Sees. In 370 Metern Entfernung schlummert zu früher Stund‘ noch der große Hochofen.

Zwei Aussichtsplattformen

Quadratische Gitterplatten und zwei Aussichtsplattformen ebnen den Weg bis zum stählernen Riesen. „Im Notfall kann die Feuerwehr hier mit ihrem Leiterwagen andocken“, sagt Franz Große-Kreul, der verrät, dass in der zweiten Jahreshälfte die Vermarktung des Technologieareals beginnt.

Der neue Investor darf sich bereits jetzt auf den „Skywalk“ freuen. Denn der wird ab dem Frühjahr die Besucher anlocken wie früher der alte Hochofen die Hoeschianer.


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