Bündnis gegen Rechts: Aktion - Mit Sternmarsch gegen Neonazis
HALTERN Das Bündnis gegen Rechts, ein Zusammenschluss aus Vertretern von Gruppen für junge Menschen in Haltern, ruft zu einem Sternmarsch auf.
Artikel aus diesem Ressort
Dort gibt es Kakao und alkoholfreien Glühwein. Zum Abschluss spielt die Band „Insite“ Rockmusik. Damit will das Bündnis, das 2001 von Heike Brüggemann gegründet wurde, ein Zeichen gegen Rechtsextreme und ihre Aktivitäten in Haltern und den Nachbarstädten setzen.
"Verhältnisse wie in Dortmund-Dorstfeld"
„Warum ein Sternmarsch? Es ist doch alles ruhig.“ Diesen Satz haben die Mitglieder des Bündnisses in jüngster Zeit oft gehört. Ziel müsse sein, rechtsextremen Aktivitäten schon im Vorfeld zu begegnen. „Wenn wir nichts tun, läuft es auf Verhältnisse wie in Dortmund-Dorstfeld hinaus“, ist Rolf Micus überzeugt.
Aufkleber wie „Deutschland den Deutschen“, die überall in Haltern zu sehen sind und die Aktivitäten auf der Homepage der Autonomen Nationalisten Haltern sprechen eine andere Sprache. Dort rufen Neonazis zur Großdemonstration in Recklinghausen Ende November aufgerufen.
Parteipolitisch neutral
Das Bündnis betont seine parteipolitische Neutralität und bedauert zugleich, dass nicht alle Parteien vertreten seien, sondern bislang nur Grüne, SPD und WGH Mitglied im Bündnis seien bzw. ihre Unterstützung formuliert hätten. So auch jüngst der Calypso Chor im Dekanat Haltern, der sich „als christlich verwurzelter Chor für das friedliche Miteinander inner- und außerhalb der Kirche ausspricht.“
„Wir sind offen und wollen nur dagegen arbeiten, dass Haltern keine No-go-Areas bekommt“, heißt es in der Runde. Zugleich gehen die Mitglieder auf Distanz zur Antifa Haltern. Das Bündnis betrachtet sein Engagement auch als Imagepflege für die Stadt Haltern. „Was ist eine Stadt, die nichts gegen Rechtsextremismus tut?“, fragt Frank Lackmann.















