Abenteuer Auto: Autolackiererei wird zum Fernsehstar
HALTERN Immer wieder schleift Omar Mohammed die atemberaubenden Rundungen der Frontpartie des "Wiesmann MF3" ab, doch etwas ist anders als sonst. Direkt neben ihm schaut nämlich Roman Heinel aufmerksam zu – durch das Objektiv seiner Kamera.
Omar Mohammed schleift immer wieder die Karosserie aus Glasfaser-Kunststoff ab, während Roman Heinel alles für die Sendung "Abenteuer Auto" filmt. (Foto: Berthold Fehmer)
Manufaktur Wiesmann
Da die Manufaktur Wiesmann ihre Fahrzeuge gern im Betrieb von Ralf Buran lackieren lässt, hat er in dieser Woche für vier Tage das Fernseh-Team bei sich aufgenommen. Anfänglich seien seine Mitarbeiter etwas nervös gewesen, sagt Buran lächelnd. „Das hat sich aber schnell gelegt“, meint Lang.
In der Sendung gehe es darum, technische Zusammenhänge zu vermitteln. „Da guckt sich manch einer noch einen Kniff ab“, ist Lang überzeugt. Zwar wird das Filmmaterial, das Lang und Heinel liefern, rasant geschnitten. Aber die Arbeitsabläufe sollen so komplett wie möglich abgebildet werden.
Einschaltquoten
Lang: „Man hat festgestellt, dass die Einschaltquoten gerade dann hochgehen, wenn Menschen bei handwerklichen Tätigkeiten gezeigt werden.“ In der Autolackiererei werden zunächst die Teile der Karosserie abgeschliffen. Dabei handelt es sich nicht um Stahl oder Aluminium, sondern um leichten Glasfaser-Kunststoff, der am Ende dafür sorgt, dass der Sportwagen bei 343 PS nur 1180 Kilogramm wiegt.
Verlosung
Nach dem Abschleifen wird die Oberfläche gespachtelt und gefüllert, damit sie so glatt wie möglich wird. Lackiert werden die Teile in „Schwarz Uni (040)“, einem Einschichtlack. Ohne Metallic- oder andere Effekthaschereien. Also keine besondere Herausforderung für die Halterner Autolackierer, wie Buran sagt.
Beim Polieren werden noch eventuelle Lackeinschlüsse beseitigt. Nach dem Finish gehen die Teile wieder zurück nach Dülmen. Wenn der Roadster MF3 fertig ist, wird er unter den Zuschauern der Sendung verlost. Und was kostet so ein schwarzer Traum? Lang: „Mehr als 100 000 Euro.“













