Stadt wusste nichts: Baustelle ist Gefahr für Radfahrer auf dem Schulweg
LIPPRAMSDORF Beinahe pünktlich zum Schulbeginn war sie da, die Baustelle auf der Lembecker Straße. Und wo nun täglich die Schulkinder radeln, da wartet eine echte Gefahrenzone – von der auch die Stadt nichts wusste und sofort handelte.
Wer sein Fahrrad liebt..., der fährt eigentlich auch drauf. Jule allerdings lässt sich zurzeit wegen der Baustelle auf der Lembecker Straße lieber von Mama Silke zur Schule fahren. (Foto: Sonja Kostersitz)
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Denn wird der Radfahrer eingangs der Baustelle in Höhe des Jahnweges noch per Schild zum Abstieg aufgefordert, steht er ab der „Alten Mühle“ plötzlich im Regen. Wo ihm zunächst noch wenigstens ein verschmälerter Weg blieb, hat der Radler ortseinwärts nur noch die Straße. Hauptverkehrsstraße mit Tempo 50.
Ohne Verständnis
„Da sorgt die Polizei an den Schulen für Verkehrssicherheit und der Weg dahin sieht so aus?“ Silke Vennemann ist sauer. Und ohne Verständnis, dass die Stadt diese Baumaßnahme erst wenige Tage vor Schulstart in die Wege leitete. „Wir wären auch gern informiert worden“, sagt Holger Korf vom städtischen Fachbereich Ordnung und Soziales. Doch leider sei die Baustelle, die der Verlegung von Leitungen dient, ohne Wissen der Stadt errichtet worden.
„Jahressperrgenehmigung“, sagt Korf. Ihr Besitzer ist befugt, nach Bedarf Sperrungen zu errichten, „aber nur solche, die den fließenden Verkehr nicht beeinträchtigen“, sagt Korf. „An die Radfahrer hat man da wohl nicht gedacht.“ Das hat Korf nun nachgeholt.
Schadensbegrenzung
Seit gestern säumen beidseitig Sperrbalken den Weg bis zur Alten Mühle. Und wo der Weg jäh endete, da stehen nun Schilder. Eines bittet zum Wechseln der Straßenseite, das zweite um Tempo 30 und das letzte die Fahrer, auf die Radler zu achten. Schadensbegrenzung, immerhin. Ihr Fahrrad lässt Jule trotzdem stehen. Bis Freitag, wenn die Erde wieder geschlossen wird.




















