Viel zu tun: Für Hausmeister gibt es keine Ferien
HALTERN Kaum ein Ort wirkt so verlassen wie eine Schule in der Ferienzeit. Doch der Schein trügt, denn hinter den geschlossenen Rollläden herrscht geschäftiges Treiben.
Die Schulhausmeister Theo Dreckmann (vorne) und Matthias vom Brocke haben auch in den Ferien viel zu tun. (Foto: Stephen Kraut)
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Der Arbeitstag beginnt um 7 Uhr mit einem Rundgang über das Gelände. „Wir schauen, ob es irgendwo Schäden oder offene Fenster gibt“, sagt Dreckmann. Außerdem werden Scherben und Hundekot entfernt. Besonders über Letzteres ärgert sich der Hausmeister sehr. „Das hier ist ein riesiges Areal und es ist nicht möglich, alles völlig rein zu halten, wenn die Hundebesitzer ihre Tiere überall hinmachen lassen. Für spielende Kinder ist das widerlich.“ Aber keinesfalls ein typisches Ferienproblem.
Reparaturen
Nach dem Rundgang werden Reparaturen am und im Gebäude vorgenommen. „Denn die unterrichtsfreien Wochen sind die einzigen Gelegenheiten im Jahr, einmal größere Arbeiten durchzuführen“, weiß Dreckmann. So sind außer den Hausmeistern auch verschiedene Firmen im Einsatz, die zum Beispiel die Fensterfront erneuern. „Das wäre in der Schulzeit gar nicht oder nur mit sehr großen Kompromissen durchführbar“, sagt er.
Hilfe unter Hausmeistern
Aber auch viele kleine Probleme wie kaputte Türgriffe müssen behoben werden. „Den größten Teil der Sommerferien verwenden wir jedoch darauf, die Klassen umziehen zu lassen“, sagt vom Brocke. So werden die Räume für die veränderte Schülerzahl angepasst und die Ausrüstung komplett kontrolliert. Die beiden Hausmeister unterstützen sich gegenseitig bei ihrer Arbeit. „Ob Sommer oder Winter: Hilfe ist bei so einer großen zu betreuenden Fläche oft notwendig.“
Dem Beginn des neuen Schuljahres sehen die Männer mit gemischten Gefühlen entgegen. „Alles hat Vor- und Nachteile“, sagt vom Brocke. „In der Schulzeit ist man leider oft abends hier.“ Dreckmann entgegnet: „Aber eine Schule ohne Schüler ist nur ein leeres Gebäude. Es fehlt etwas.“ Insgesamt freuen sie sich wieder darauf, wenn es etwa heißt: „Ich kriege mein Fahrradschloss nicht auf.“




















