Flug nach Richmond: Halterner erwiesen Alexander Lebenstein die letzte Ehre
HALTERN/RICHMOND Auf dem Flug türmten sich nur Hindernisse auf, aber Bürgermeister Bodo Klimpel, Georg Nockemann, Maaike Thomas und Dr. Robert Seidel (SV-Lehrer der Realschule) erreichten trotz aller Widrigkeiten pünktlich die Trauerfeier für Alexander Lebenstein in Richmond.
Maaike Thomas, Bodo Klimpel, Georg Nockemann und Dr. Robert Seidel erwiesen Alex Lebenstein die letzte Ehre. (Foto: privat)
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Anschließend wurde der Leichnam mit Polizeibegleitung zum städtischen Friedhof gefahren, wo Alex Lebenstein auf einer für Holocaust-Überlebende reservierten Fläche beigesetzt wurde. Daran schloss sich noch einmal eine Trauerveranstaltung in der Synagoge des Holocaust-Museums an. „Wir waren emotional sehr bewegt“, sagte am Montag Georg Nockemann am Telefon.
Anerkennung und Freude
Berührt hat die Halterner auch die Anerkennung und Freude, mit der sie in Richmond von Familie Lebenstein und der jüdischen Gemeinde empfangen wurden. Nockemann: „Viele haben sich bedankt, dass wir zur Trauerfeier gekommen sind und uns in der Überzeugung bestärkt, dass es richtig war, sich auf den Weg zu machen.“
Fast wäre alles aus dem Ruder gelaufen. Das Flugzeug startete mit zweieinhalbstündiger Verspätung von Düsseldorf, so dass die Halterner den Anschlussflug von Atlanta nach Richmond verpassten. Weitere Anschlussflüge waren wegen der winterlichen Witterung gestrichen worden. Die Halterner buchten deshalb einen Flug nach Washington, von dort organisierte Meir Widstock, der Ehemann von Alexander Lebensteins Nichte, einen Fahrdienst nach Richmond.
Geld gesammelt
Am Montag stand unter anderem noch ein Besuch in Lebensteins Wohnung an. Mittwoch früh kehrt die Gruppe nach Haltern zurück.
Für die Flugkosten von Bürgermeister Bodo Klimpel, Georg Nockemann und Maaike Thomas kommt die Stadt auf, für die von Dr. Robert Seidel hingegen nicht.
Bei der Realschule stieß das auf großes Unverständnis. Schulleiter Michael Weiand – der gerne selber mitgeflogen wäre, aber keinen gültigen Reisepass besaß – und sein Kollegium demonstrierten Solidarität: sie spendeten gestern demonstrativ das Geld für die Reise ihres Kollegen.















