Dieselfahrzeuge betroffen: Kälteste Nacht machte vielen Autobatterien den Garaus
HALTERN Die kälteste Nacht seit drei Jahren mit -15 Grad auch in Haltern bescherte am Dienstagmorgen einigen Autofahrern Ärger.
Wasser im Filter friert ein
„Da friert Wasser im Filter und lässt keinen Dieselkraftstoff mehr durch, flockig wird Diesel aber erst ab -20 Grad“, erklärte Werkstattleiter Manfred Roesler beim Autohaus Heddier. Dies bestätigten auch die Autohäuser Borgmann und Keysberg. Bei Borgmann war der Batterie-Tod häufigste Ursache für einen Werkstattbesuch in den vergangenen Tagen.
Beim Autohaus Keysberg stapelten sich am Dienstag die defekten Akkus. Für Serviceleiter Hans Roeder ist dies bei diesen Temperaturen nicht verwunderlich. „Wir haben heute früh im 30-Minuten-Takt die Fahrzeuge eingeschleppt“, bestätigte sein Kollege Gerald Schmidt, dass auch die Zulieferbetriebe für Autobatterien schon Engpässe bei einigen Modellen vermelden. Streikende Autobatterien oder defekte Lichtmaschinen machten so den Abschleppdienst zur Werkstatt und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel nötig, wenn man noch rechtzeitig den Arbeitsplatz erreichen wollte.
ADAC rund um die Uhr im Einsatz
Allein 24 Mitarbeiter des ADACWestfalen waren rund um die Uhr im Einsatz. „Alles, was rollt“, bestätigte Dr. Peter Meintz, Sprecher des ADAC Westfalen. Er ergänzte: „Die Pannenfahrer haben in den letzten vier Tagen so viel gearbeitet wie sonst in anderthalb Wochen.“ Es sind einfach zu viele Autos mit alten Batterien unterwegs. Meintz machte gleich mehrere Faktoren aus: „Noch niemals hatten wir eine so lange extreme Wetterlage, die sich gleich über das gesamte Bundesgebiet erstreckt.“



















