Aktion „Sauberes Haltern“ : Müll geht es an den Kragen
HALTERN Seit fünf Jahren organisiert das städtische Baubetriebs- und Grünflächenamt die Aktion „Saubere Stadt Haltern“. Zum sechsten Frühjahrsputz in Folge am 20. März gab Organisator Norbert Bornemann der Halterner Zeitung ein Interview.
Alle Teilnehmer erhalten so ein Kärtchen, um auch nach dem Aktionstag schnell Kontakt zum Baubetriebshof aufnehmen zu können. (Foto Rüdiger)
- Karneval St. Marien Schunkeln und lachen lässt das Pfarrheim krachen
- Dieselfahrzeuge betroffen Kälteste Nacht machte vielen Autobatterien den Garaus
- Franz-Martin Neudeck im Gespräch Die "Haltern-Schule" im Kongo ist fertig
- Am 24. März in der Seestadthalle Sportparty wirft ihre Schatten voraus
- Tanzen TSC-Formationen sind bestens vorbereitet
Norbert Bornemann: Bisher haben sich über 240 Teilnehmer angemeldet, gerne dürfen es mehr werden. Das schlechte Wetter hat die Umweltfreunde nicht gerade animiert. Aber es soll ja schöner werden. Und erfahrungsgemäß melden sich in den nächsten Tagen noch weitere Gruppen.
Wer macht mit?
Bornemann: Einzelpersonen, Privat-Gruppen, Vereine, Schulen, Kindergärten und Parteien.
Gibt es „alten Hasen“, die immer wieder mitmachen?
Bornemann: Ja. Da ist zum Beispiel die THW-Jugend. Jetzt läuft die sechste Aktion, sie haben noch keine ausgelassen. Die Stadtverbände von WGH, Bündnis 90/Die Grünen und SPD sowie der CDU-Ortsverein Lippramsdorf sind auch immer dabei.
Die DRK-Jugend hat sich entschuldigt, da sie wegen einer Parallel-Veranstaltung nicht teilnehmen kann.
Das Joseph-König-Gymnasium ist immer, ich meine stets mit einem sechsten Jahrgang, vertreten. Auch die Grundschule Sythen-Lavesum fehlt nie. Klassenübergreifend findet immer in der Woche vor der Aktion eine Projektwoche statt. Die Reservisten um Andre Dziggel wühlen jedes Jahr selbst in den tiefsten Ecken.
Teilnehmerzahl und Gebiet angeben
Es können also gerne mehr werden. Wo melden die sich?
Bornemann: Bei uns am Baubetriebshof, Annabergstraße 55, Tel. 933-473 oder -480. Sie geben die teilnehmende Personenzahl an und das vorgesehene Sammelgebiet. So können wir mit ihnen Müll-Abholorte absprechen und über die Materialausgabe sprechen. Wenn sich Gruppen aus den Ortsteilen beteiligen möchten, ist das sehr gern gesehen. Und die müssen am Aktionstag ja nicht erst nach Haltern fahren. Das lässt sich anders regeln.
Wo wird gesammelt?
Bornemann: Es hat sich positiv herauskristallisiert, dass die Aktions-Teilnehmer ihr bevorzugtes Sammelgebiet angeben.
Welche Ausrüstung benötigen die Umweltschützer?
Bornemann: Stabiles Schuhwerk sollte selbst mitgebracht werden. Aber feste Handschuhe, eine Müllzange, die Müllsäcke und weiteres Equipment stellt der Baubetriebshof. Von hier aus wird auch die spätere Abfuhr des gesammelten Mülls organisiert.
Acht Mitarbeiter im Einsatz
Wie ist der Ablauf?
Bornemann: Wir sind vom Baubetriebshof mit acht Mitarbeitern im Einsatz. Ab 8 Uhr geben wir das Material aus, sofern es nicht schon vorher anders geregelt wurde. Ab etwa 11 Uhr entsorgen wir den Müll. Die Gruppen teilen uns diese Stellen mit.
Wie in jedem Jahr sind die Helfer anschließend alle zu einer Helferparty auf dem Betriebshofgelände eingeladen. Ab 14 Uhr ist dort für heiße Würstchen, warme und kalte Getränke gesorgt. Und alle erhalten mit dem „Findefix“ (kleines Foto) ein peppiges Erinnerungsstück.
Die Müllmenge steigt wieder, was zählt denn zum klassischen Sammelgut?
Bornemann: Das gibt es nicht mehr. Früher gab es oft Umweltfrevler, die z.B. Altölkanister oder Farbeimer wild entsorgten. Heute handelt es sich eher darum, was Umweltsünder an der Autobahnausfahrt schnell aus dem Fenster werfen können...
Weniger wilde Müllkippen
Das heißt, die Leute sind zwar bequem, aber umweltbewusster geworden?
Bornemann: Ja. Das kann man sagen. Sondermüll wird im Wertstoffhof oder am Umweltbrummi entsorgt. Auch die wilde Müllkippen sind weniger geworden. Gartenabfälle oder Grillmüll werden da eher achtlos entsorgt.
Woran liegt das?
Bornemann: Das ist schwer zu sagen. Einerseits gehen die Halterner wirklich achtsamer und bewusster mit ihrer Umwelt um. Andererseits kommen unsere Abfallbehälter zum Tragen. Wir haben die Standorte optimiert, es sind mehr als früher, und sie sind kombiniert – Straßen-Papierkorb, Aschenbecher und Abreißer für Hundekot-Tüten in einem.















