Pflegemaßnahme: Naturschützer setzten die Westruper Heide in Brand
HALTERN Dicke Rauchwolken waren am Mittwoch kilometerweit zu sehen. „Die Westruper Heide brennt!“ Dennoch kein Grund zur Panik. Naturschützer gingen Gehölzaufwuchs und überalterter Heide mit Flammen an den Kragen.
Die Helfer der Feuerwehr Hullern, des Natur- und Vogelschutzvereins Haltern und der SPD Flaesheim achteten auf die Feuer- und Windentwicklung. So hielten sie das Feuer unter Kontrolle. (Foto: Elke Rüdiger)
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Die Westruper Heide ist kein Wunderwerk der Natur, das einfach da ist, sie bedarf einiger Pflege. Das heißt aber jetzt nicht, dass Setzlinge gepflanzt werden. Im Gegenteil. Es wird darauf geachtet, dass keine Nährstoffe in den ausgemergelten Sandboden geraten. Man setzt alles daran, Gräser und nachwachsende Gehölze zurückzudrängen.
Ideale Verhältnisse
Täte man nichts, so Jochen Ahlers, Landespfleger des Vestischen Umweltzentrums, wären die herrlichen Wacholderbestände, die mächtigen, bizarren Waldkiefern innerhalb von zehn Jahren nur noch ein dichter Wald. Eine Schafbeweidung verhindert zum Beispiel eine Wiederbewaldung. Aber alle paar Jahre richten auch die genügsamsten Schafe nichts mehr aus. Dann hilft nur noch das „Heidebrennen“. Eine wahre Plackerei, wie die freiwilligen Helfer es gestern erlebten.
Viele Helfer im Einsatz
Alles stimmte. Das Wetter spielte mit. Denn, so erklärte Rolf Behlert vom Natur- und Vogelschutzverein, „wir brauchen eine niedrige relative Luftfeuchtigkeit und einen steifen Ostwind.“ Etwa 20 Männer – Feuerwehr Hullern, Natur- und Vogelschutzverein Haltern, SPD Flaesheim – waren im Einsatz.
Drei entflammten die Heide-Parzellen, die anderen, mit Feuerpatschern und Mistgabeln bewaffnet, bewegten sich parallel zur Feuerlinie, damit das Feuer nirgendwo unkontrolliert ausbrechen und Schaden anrichten konnte. Das Flämmen, so Behlert und Ahlers, sei die günstigste Methode zur Düngung der Heide. Dass diese Arbeiten ein Verein und Freiwillige für den Kreis leisteten, entlaste die Kassen und stärke den Gemeinschaftsgeist. Viele Zaungäste fanden sich ein, die das Spektakel fasziniert beobachteten.















